Christa Naaß bei der Auftaktaktion im Bayerischen LandtagDie Landtagsabgeordnete Christa Naaß ruft zur Massenpetition gegen Studiengebühren auf
„Studiengebühren sind ungerecht und unsozial. Sie sorgen dafür, dass die soziale Herkunft und der Geldbeutel der Eltern darüber entscheiden, wer ein Hochschulstudium aufnimmt!“ erklärt Christa Naaß. „Der Staat ist jedoch in der Pflicht, die Hochschulen im Land angemessen auszustatten und die finanziellen Voraussetzungen für eine gute Lehre zu schaffen. Daher ruft die BayernSPD-Landtagsfraktion zu einer Massenpetition auf. Die Studiengebühren müssen weg!“
Dass diese Petition bei vielen Menschen den Nerv trifft, erkennen die Organisatoren unschwer am rasanten Start, den die Online-Variante der Unterschriftenliste hingelegt hat. Bereits in weniger als einer Woche haben 1200 Menschen ihre Unterschrift geleistet, und auch an vielen Infoständen war die Teilnahme groß. Aber natürlich hofft man bis zum Stichtag am 1. Februar 2012 noch auf viele weitere Demonstrationen der Zustimmung.
„Jedem fünften Studierenden stehen pro Monat weniger als 600 Euro zur Verfügung. Die monatliche Mehrbelastung von 50 bis 83 Euro, die durch die Studiengebühren anfällt, kommt noch hinzu. Daher sind viele gezwungen, neben ihrem Studium zu arbeiten. 17 Stunden in der Woche sind da keine Seltenheit. Die Folge sind – und das ist noch der Optimalfall – lange Studienzeiten, oder gar der Wegzug von Studierenden in Bayern generell. Wer aber erst einmal weg ist, kommt meist nicht zurück. Das bedeutet weniger Akademiker in Bayern, die wir dringend brauchen. Der Ausstieg aus den Studiengebühren ist daher unabdingbar“, betont Christa Naaß.
Unterstützer der Petition können sich bis zum 1. Februar des kommenden Jahres auf den Unterschriftenlisten eintragen. Für die Online-Unterstützung hat die SPD-Landtagsfraktion eine eigene Homepage ins Netz gestellt:
www. studiengebuehren-neindanke.de
Unterschriftenlisten sind auch im Abgeordnetenbüro Christa Naaß, Nürnberger Straße 39 in Gunzenhausen, Telefon 09831/612 996 zu erhalten.