Als Vertreterin des Bezirkstagspräsidenten nahm Christa Naaß an der München-Premiere der deutsch-tschechischen Filmdokumentation "Gottes Mühlen" im Sudetendeutschen Haus teil.
In ihrem Grußwort wies sie darauf hin, dass die sieben bayerischen Bezirke seit 1988 zusammen mit dem Freistaat Bayern und der Sudetendeutschen Landsmannschaft die Stelle der "Heimatpflegerin der Sudetendeutschen" finanzieren. "Denn es gehört zu den Aufgaben der Bezirke", so Christa Naaß "sich auch im Bereich Kultur- und Heimatpflege, in der Trachtenforschung und -beratung zu engagieren. Nachdem die Sudetendeutsche der 4. bayerische Stamm sind, gehört die sudetendeutsche Heimatpflege natürlich auch dazu. Die München-Premiere des deutsch-tschechischen Films „Gottes Mühlen“ ist ein besonderes Highlight. Es ist ein Film über die Entstehung des Eisernen Vorhangs und die Zerstörung der ehemals deutschen Orte im Böhmerwald, der über einen Zeitraum von 4 Jahren entstanden ist.
Die Bezirkstagsvizepräsidentin freute sich besonders, dass auch der Drehbuchautor und Regisseur Josef Cisařovský und der Filmproduzenten Aleš Hudský anwesend waren
Der Film wurde bereits in mehreren tschechischen Kinos gezeigt und auch im tschechischen TV ausgestrahlt.
Es ist eine beklemmende Dokumentation über die zerrissene Landschaft am Eisernen Vorhang, die verschwundenen Dörfer im Böhmerwald, in der Nachkriegsgeschehnisse und der Kalte Krieg eindrucksvoll dargestellt werden. Ein Film mit Zeitzeugen und Dokumenten, die ein Zeugnis vom Böhmerwald der Kriegs-, Vorkriegs- und Nachkriegszeit ablegen. Ein Film, der auf beängstigende Weise daran erinnert, wie schnell sich die sichere Heimat in einen Ort des Schreckens verwandeln kann. Das erleben derzeit auch Millionen von Flüchtlingen.
Bild von links nach rechts. Heimatpflegerin Dr. Finger, Drehbuchautor und Regisseur Josef Cisařovský, rechts: Filmproduzenten Aleš Hudský bei der anschließenden Diskussion