Weder in Gunzenhausen noch in Donauwörth soll der geplante zusätzliche Rettungshubschrauber stationiert werden. Darauf haben sich Ministerpräsident Seehofer, Innenminister Herrmann sowie schwäbische und mittelfränkische Landtagsabgeordnete gestern Abend verständigt.
Für die Haundorfer SPD-Landtagsabgeordnete und mittelfränkische Bezirksvorsitzende ist das ein Schlag ins Gesicht der zahlreichen Städte und Landkreise in Mittelfranken, die sich für den Standort Gunzenhausen ausgesprochen und eine gemeinsame Resolution verabschiedet hatten.
„Ich hätte mir von den mittelfränkischen CSU-Politikern mehr Einsatz für Mittelfranken und für den Standort Gunzenhausen erwartet“, kritisiert Christa Naaß. „Bei einem Standort Augsburg gibt es nach wie vor „weiße Flecken“ im nördlichen Ries und Westmittelfranken, die dringend abgedeckt werden müssen!“
Christa Naaß fordert deshalb Innenminister Herrmann und Ministerpräsident Seehofer auf, den Standort Gunzenhausen nach wie vor im Auge zu behalten und eine Lösung für Westmittelfranken zu suchen. Möglich wäre es nach Meinung der Abgeordneten, von anderen Standorten südlich der Donau oder evtl. auch Nürnberg, die eine Doppelbelegung vorzuweisen haben, einen der beiden Rettungshubschrauber nach Gunzenhausen zu verlegen, um den unversorgten Bereich abzudecken.
Gunzenhausen eignet sich deshalb als Standort besonders, da im Kreisklinikum nicht nur eine große Unfallchirurgie vorhanden ist, sondern zusätzlich ein nahe gelegener Flugplatz sowie die BRK-Rettungswache. Auf Grund der Nähe zum Schwerpunktkrankenhaus Ansbach, dem Verbundklinikum Landkreis Ansbach, dem Kreisklinikum Weißenburg sowie den Kliniken im Großraum Nürnberg wird der Anteil der für die notärztliche Besetzung von Luftrettungsmitteln erforderlichen Notärzte auf eine größere und breite Basis gestellt.