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Christa Naaß und Natascha Kohnen besuchen Umweltzentrum in Muhr am See

Veröffentlicht am 26.07.2010 in Allgemein

Von links nach rechts: Frau Auernheimer, Dagmar Blacha, Christa Naaß, Natascha Kohnen, Ortssprecher Heinz Schachameyer, Josef Knödel

- Mangel an Finanzen und Personal machen dem Landesbund für Vogelschutz zu schaffen-

Im Rahmen der Bayerntour der SPD-Landtagsfraktion besuchte Natascha Kohnen auch den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die 43jährige Münchnerin und
Diplombiologin ist seit 2008 Mitglied im Bayerischen Landtag und dort im Hochschulausschuss tätig. Seit einem Jahr hat sie außerdem das Amt der Generalsekretärin der BayernSPD inne.

Die von der Haundorfer SPD-Landtagsabgeordneten Christa Naaß eingeladene Delegation machte dabei auch in Muhr am See halt. Hier wurde sie von Dagmar Blacha, Gebietsbetreuerin für das Altmühlsee- und Brombachseegebiet des Landes-bund für Vogelschutz in Bayern e.V., durch das Umweltzentrum geführt.

Natascha Kohnen erfuhr dabei, welche immense wasserwirtschaftliche Bedeutung der 1985 fertig gestellte Altmühlsee und der Große Brombachsee, der 1999 zum ersten Mal komplett geflutet wurde, für die Region haben. Im Verbund mit dem Rothsee und den verschiedenen Überleitern und Kanälen, wird die Versorgung des nördlich liegenden Rednitz-Main-Gebietes mit Wasser gewährleistet.

„Für den LBV von größter Bedeutung ist selbstverständlich“, so Blacha weiter, „das im westlichen Teil des Altmühlsee gelegene Naturschutzgebiet „Vogelinsel“, eine insgesamt 202 ha umfassende Flachwasser- und Inselzone, die aus zahlreichen Einzelinseln besteht. Diese ist durch eine Art Ring umschlossen, der mittlerweile so dicht bewachsen ist, dass ein Eindringen in den Innenbereich für ungebetene menschliche Besucher außerhalb der vorgegeben Wege kaum möglich ist. Insgesamt wurden bereits mehr als 300 Vogelarten auf der „Vogelinsel“ gesichtet, darunter sehr seltene Wasser- und Watvögel.

Den Vogelzug, über den man auf der Galerie des Umweltzentrums mehr erfahren kann, machte Dagmar Blacha zum zweiten Teil ihrer Führung. Die beiden Abgeordneten sowie die Delegation konnten hier kurz in einem überdimensionalen Storchennest verweilen. Die kinder- und familienfreundliche Ausstellung erklärt das Verhalten der Zugvögel, das lange Zeit viele Rätsel aufwarf und bis heute noch nicht vollkommen entschlüsselt ist.

Anschließend folgte ein Spaziergang zur „Vogelinsel“. Trotz des schönen Wetters kamen hier ernste Themen zum Gespräch. Laut Blacha „ist Naturschutz nicht nur das ‚Sich-selbst-Überlassen’ der Natur, sondern bedeutet auch Pflege“. Diese sei jedoch nicht durch den LBV möglich, da ein Naturschutzgebiet von so großer Bedeutung den zuständigen Fachbehörden unterliegt. „Auch hier wieder zeigt sich“, so Christa Naaß, „dass das Fränkische Seenland und das hiesige Schutzgebiet zwar vom Freistaat Bayern geschaffen, aber leider was Pflege und Weiterentwicklung angeht, vernachlässigt wird“. Ebenso bedauerlich findet Dagmar Blacha, dass wichtige Feuchtwiesengebiete, die für Wiesen brütende Vogelarten von enormer Bedeutung sind, immer noch nicht den Status als schützenswerte Naturbereiche erhalten haben. In der Region betrifft das die Altmühlwiesen und das Wiesmet.

Von der Aussichtsplattform konnte sich die SPD-Generalsekretärin selbst von der Anwesenheit zahlreicher Vogelarten überzeugen.

Zwar begrüßt Frau Blacha die Biodiversitätsstrategie des Bayer. Umweltministeriums, doch stellt dies bisher in vielerlei Hinsicht nicht mehr als ein „Lippenbekenntnis der Politik“ dar. So sei der Gedanke von Maßnahmen zum Aufhalten des Artenschwunds wichtig, doch ohne finanzielle Zuweisungen und einer Aufstockung des Personals nicht möglich.

Die geplante weitere Verkürzung der Wehrpflicht und somit auch des Zivildienstes ist für die Muhrer Umweltstation dramatisch, denn es wird im Umwelt- wie im Sozialbereich kaum mehr möglich sein, in 6 Monaten junge Menschen entsprechend an die Problematik und die Aufgabenbereiche heranzuführen.

Umweltbildung ist ein weiterer Baustein der Umweltstation: Von Seiten des LBV wird deshalb der Anbau von Biomasse zur Energiegewinnung kritisch betrachtet, da dies Monokulturen begünstigt, welche aus ökologischer Sicht eine Katastrophe sind. Darüber hinaus bedenklich findet Dagmar Blacha, dass auch Nahrungsgrundstoffe wie Weizen zur Energiegewinnung verwendet werden. Deswegen gab es unter anderen auch ein Umweltbildungsprojekt mit dem Namen „Weizen verheizen“, der schon bei den Jüngsten das Bewusstsein für ethisch vertretbare und ökologisch sinnvolle Nutzung von Anbauflächen und Ressourcen nachhaltig schärfen soll.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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