Landtagsabgeordnete Christa Naaß beantragt die Ausweitung des Schulfruchtprogramms auf Kindergärten.
Seit fast drei Jahren gibt es für die bayerischen Kindergärten das TigerKids-Programm, das die rund 1500 teilnehmenden Kindergärten mit für die Eltern kostenlosem Obst versorgt. Ein „Magischer Obstteller“, an dem sich die Kinder jederzeit nach Wunsch bedienen dürfen, fördert den Geschmack und die Lust an gesunder Ernährung. Ein wesentlicher Beitrag zur spielerischen Ernährungserziehung und zum Kampf gegen das auch bei Kindern immer häufiger vorkommende Übergewicht.
Nun läuft dieses wichtige und erfolgreiche Projekt aus.
Um die hier entstehende Lücke zu füllen, hat die Haundorfer Landtagsabgeordnete Christa Naaß den Antrag gestellt, das seit rund einem Jahr sehr erfolgreich in Grundschulen eingeführte Schulfruchtprogramm auch auf Kindertageseinrichtungen auszuweiten.
Der Freistaat Bayern hat jedoch Kindergärten bisher als Förderzielgruppe ausgeschlossen, obwohl es sich laut Staatsministerin Haderthauer „mit ihren Intentionen deckt“. Dies ist unverständlich, da eine Heranführung an eine nachhaltige, gesunde Ernährungsweise möglichst früh beginnen muss.
„Die Förderung durch das Schulfruchtgesetz in Kindertageseinrichtungen wäre besonders im Rahmen eines erfolgreichen, ganzheitlichen Programms wie „TigerKids“ äußerst sinnvoll und wünschenswert. Es wäre fatal, einen elementar wichtigen Teil des Programms wie den „Magischen Obstteller“ als ein Musterbeispiel für die angestrebte Ernährungserziehung nicht weiter zu unterstützen“, erklärt sie.
Kindergärten würden von allen Bevölkerungsschichten besucht, auch von Kindern aus bildungsfernen Familien, in denen nachweislich weniger auf gesunde Ernährung geachtet würde. Hier wegen fehlender Fördermittel auf einen positiven gesundheitserzieherischen Effekt zu verzichten, wäre falsch.