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Fraktionschef Rinderspacher und Vertriebenensprecherin Naaß beim 61. Sudetendeutschen Tag in Augsburg

Veröffentlicht am 21.05.2010 in Allgemein

SPD-Fraktion präsentiert zum 2. Mal zu dem Treffen eine eigene Zeitung

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher, und seine Stellvertreterin, die SPD-Vertriebenensprecherin Christa Naaß, sind am Samstag, 22. Mai und Sonntag, 23. Mai beim 61. Sudentendeutschen Tag in Augsburg. Zum zweiten Mal nach 2009 präsentiert die SPD-Landtagsfraktion in diesem Jahr zum Treffen der Sudetendeutschen eine eigens dafür erstellte achtseitige Zeitung, die am Samstag in Augsburg auch an die Teilnehmer des Sudetendeutschen Tages verteilt wird.

In seinem Grußwort schreibt der SPD-Fraktionschef, dass das Motto des Sudetendeutsches Tages „Gemeinsame Geschichte. Gemeinsame Zukunft" keine bloße Feststellung sei, sondern ein Appell, der Beachtung verdiene. „Wir haben in Europa eine gemeinsame Geschichte und wir müssen eine gemeinsame Zukunft haben", betont Rinderspacher. Diese sei aber gefährdeter als viele dachten. Die Euro-Krise zeige Abgründe auf, die man in der EU längst zugeschüttet glaubte.

Deswegen appelliert der SPD-Fraktionsvorsitzende: „Lassen wir nicht zu, dass sich alte Ressentiments wieder Bahn brechen, dass das Friedensprojekt EU an materiellen Fragen zerbricht." Die Vertriebenen wüssten besser als andere, wohin Nationalismus führe. Deshalb bitte er sie, weiter aktiv für die europäische Idee einzutreten. Die deutsch-tschechischen Beziehungen zeigten, wie unverzichtbar die Europäische Union für Verständigung und Wohlstand ist. Zwischen Bayern und Tschechien entwickle sich eine gute Nachbarschaft. „Auch dank Ihrer Mithilfe", schreibt Rinderspacher und bittet: „Helfen Sie bitte weiter mit, Brücken zu bauen."

SPD-Vertriebenensprecherin Naaß verweist in ihrem Beitrag im „Parlamentsbrief 61. Sudetendeutscher Tag" auf die bevorstehende 60. Wiederkehr des ersten „Tags der Heimat" am 5. August 1950, an dem die „Charta der Heimatvertriebenen" unterzeichnet wurde. Bis August 1950 waren acht Millionen Menschen aus ihrer Heimat in den westlichen Besatzungszonen angekommen; weitere vier Millionen hatten auf dem Gebiet der späteren DDR Zuflucht gesucht, erinnert Naaß. Deren Lage hätte ein idealer Nährboden für radikale Verirrungen sein können. Die Heimatvertriebenen hätten dem aber eine klare Absage erteilt.

Heute, 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges, gebe es in der EU eine Chance wie nie zuvor zum Dialog. Freie Nachbarn könnten die geschichtliche Wahrheit aussprechen und das Recht verwirklichen. Wir haben erreicht, wovon die Verfasser der Charta nur zu träumen wagten: ein geeintes, friedliches Europa der Menschen und der Menschenrechte. Das Schicksal der Vertriebenen sei nicht vergessen. Nur in einer wahrheitsgetreuen Aufarbeitung gelinge Aussöhnung. Deshalb heiße die doppelte Aufgabe heute: Brücken bauen zwischen den Generationen und Brücken bauen zu unseren Nachbarn und in unsere Nachbarländer. Naaß: „Wir haben eine gemeinsame Geschichte – nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch im Europa der Zukunft."

Auch Landtags-Vizepräsident Franz Maget betont in seinem Beitrag: „Gefragt sind Brücken der Verständigung, Foren der Begegnung, Projekte der Zusammenarbeit." Die Aufarbeitung der Vergangenheit müsse heute unter dem Aspekt des friedlichen Miteinanders stehen. Belastungen aus der Vergangenheit brauchten nicht verschwiegen, müssten aber überwunden werden. Beispielhaft könnte auch eine deutsch-tschechische Hochschule in Ostbayern werden, wie sie SPD-Fraktionschef Rinderspacher vorschlage. An Brücken wie diesen gelte es weiter zu arbeiten. Maget: „Deutsche und Tschechen wohnen jetzt Tür an Tür im europäischen Haus. Es wäre hilfreich den Nachbarn zu kennen, mit ihm gut auszukommen und sich gegenseitig die Blumen zu gießen."

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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