Christa Naaß, die Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates begrüßt die Entscheidung der Staatsregierung in Prag eine eigenständige Bayerische Repräsentanz zu errichten.
Sie erinnert daran, dass sie in ihrer Eigenschaft als vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion bereits im Jahr 2009 diese Forderung erhoben hat. Mit einem Antrag forderte sie zusammen mit Franz Maget die Staatsregierung auf, „die seit Juli 2007 in Prag bei der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer personell und räumlich angesiedelte Bayerische Repräsentanz in Tschechien zu einem eigenständigen, personell gut ausgestatteten Büro auszubauen“. Dieser Antrag wurde jedoch von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Auch der Vertreter des Wirtschaftsministeriunms war der Meinung, dass eine Veränderung bestehender Strukturen nicht notwendig sei
Bereits damals hatte Christa Naaß darauf hingewiesen, dass Tschechien wichtigster Handelspartner Bayerns in Mittel- und Osteuropa und weltweit der siebtwichtigste Handelspartner des Freistaats Bayern ist. „Die unmittelbare Nachbarschaft hat ein einormes wirtschaftliches Engagement auf beiden Seiten hervorgerufen. Die zunehmenden Aufgabenstellungen wie die Beratung bayerischer Unternehmen beim Markteinstieg in Tschechien, Vermitteln von Kontakten für tschechische Firmen, die in Bayern Fuß fassen möchten, Betreuung potentieller Investoren. Empfang von Delegationen, Organisation von Veranstaltungen, aktives Standortmarketing für den Freistaat und vieles mehr machen den Ausbau der bestehenden Repräsentanz dringend nötig“, so Christa Naaß. Auch die Kultur darf dabei nicht zu kurz kommen, denn die Aufgabenstellung der künftigen Vertretung muss über den Bereich der Wirtschaftsbelange hinaus gehen
Mit der neuen Bayerischen Vertretung im historischen Stadtpalais in Prag wird nun endlich das wahr, was schon seit Jahren erforderlich gewesen wäre.

