Christa Naaß mit den Projektteilnehmern; Foto: SchallerBei der heutigen Pressekonferenz stellte Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, das Pilotprojekt „Ambulantisierung“, das am kommenden Donnerstag in Ansbach unter der Federführung der Offenen Behindertenarbeit der Diakonie Neuendettelsau startet, vor.
Im Zusammenhang mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention haben im Jahr 2010 die Sozialminister aller Länder die „Neuausrichtung der Eingliederungshilfe zu einer personenzentrierten Teilhabeleistung“ als Ziel definiert. Das heißt: der individuelle Bedarf jedes einzelnen Menschen mit Behinderung sowie die Verbesserung der Wahlmöglichkeit der betroffenen Menschen haben im Vordergrund zu stehen.
Daran müssen sich auch die Leistungen des Bezirks orientieren
Der Bezirk Mittelfranken hat deshalb zusammen mit Vertretern der Politik und der Sozialverbände ein Konzept erarbeitet, in dem beschrieben wird was in Mittelfranken getan werden muss, damit Menschen mit Behinderung noch stärker als bisher ein Leben in der Gemeinschaft führen können.
Es geht um ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinde, in der Stadt oder im Landkreis. Dabei geht es um Wohnen, Arbeiten, Gesundheit, Freizeit, Kultur und Beweglichkeit im öffentlichen Raum.
Es geht also um Teilhabe in allen Bereichen und es geht auch darum, das dafür erforderliche Geld so zielführend wie möglich einzusetzen.
Vier Modellregionen in Mittelfranken hat der Bezirkstag zur Umsetzung des Rahmenkonzepts ausgewählt: die Stadt Nürnberg, die beiden Landkreise Erlangen-Höchstadt und Nürnberger Land sowie die Stadt Ansbach.
Für diese Projekte, die wissenschaftlich begleitet werden, stellt der Bezirk jährlich über 300000 Euro zur Verfügung. Ziel ist es auch zu prüfen, ob und wie die Ergebnisse, die im Sommer 2018 vorliegen sollen, auf andere Regionen in Mittelfranken übertragen werden können.