Im Fachbereich Holz v.l.n.r. Mona Pfandler, Ralf Schmidt, Christa NaaßUnter dem Motto "Jugend braucht Perspektive - kirchliche Netzwerke unterstützen" fand am 06. März der zweite bundesweite Josefstag statt. Dabei wurden in ganz Deutschland katholische Einrichtungen der Jugendberufshilfe durch Politiker, Kooperationspartner und kirchliche Funktionsträger besucht.
Unter dem Motto "Jugend braucht Perspektive - kirchliche Netzwerke unterstützen" fand am 06. März der zweite bundesweite Josefstag statt. Dabei wurden in ganz Deutschland katholische Einrichtungen der Jugendberufshilfe durch Politiker, Kooperationspartner und kirchliche Funktionsträger besucht.
Derzeit werden bundesweit ca. 30.000 Jugendliche und junge Erwachsene ohne Schulabschluss, Ausbildung oder Beruf durch diese Einrichtungen betreut. In Deutschland haben mehr als 450.000 jungen Menschen keine Ausbildung oder Arbeit. Zu viele, wie die Veranstalter finden. Wenn junge Menschen keine Perspektive bekommen, drohen der Gesellschaft unabsehbare wirtschaftliche und soziale Folgen. Als dezentraler Aktionstag will der Josefstag 2008 ein Zeichen für die Bedeutung kirchlicher Netzwerke zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration setzen. Der Aktionstag will diese Netzwerke stärken und neue schaffen.
Frau MdL Christa Naaß besuchte im Rahmen dieser Veranstaltung das Kolping-Bildungszentrum in Weißenburg. Hier werden im Auftrag der Agentur für Arbeit Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen durchgeführt und über 100 Jugendliche aus dem gesamten Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen betreut. Die Jugendlichen erhalten, mit Zustimmung der Berufberatung der Agentur für Arbeit, die Möglichkeit der gezielten Berufsvorbereitung begleitet von einer ganzheitlichen pädagogischen Betreuung. Diese beinhaltet neben der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen auch die erfolgreiche Vorbereitung auf externe Schulabschlussprüfungen (Hauptschulabschluss und Quali). Einen weiteren Schwerpunkt bildet die berufliche Qualifizierung in den verschiedensten Fachbereichen (z.B. Holz, Metall, Farbe, Wirtschaft und Verwaltung, Garten- und Landschaftsbau, Hotel/ Gaststätten/ Hauswirtschaft usw.) sowie Praktika in Betrieben der Region.
Ziel ist die dauerhafte Integration der Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit. Der Rundgang von Frau Naaß begann in den Werkstätten des Kolping-Bildungszentrums in der Schulhausstraße durch die Fachbereiche Farbe, Metall, Holz sowie Garten- und Landschaftsbau. Sie nutzte diesen zum Gespräch mit Jugendlichen und Ausbildern neben dem regulären Ausbildungsablauf.
Dabei konnte sie die Teilergebnisse der Prüfungen für Qualifizierungsbausteine in Augenschein nehmen. Inhalt der von den Kammern zertifizierten Qualifizierungsbausteine sind Bestandteile des ersten Ausbildungsjahres im jeweiligen Fachbereich und umfassen ca. 240 Stunden Ausbildung mit anschließender theoretischer und praktischer Prüfung.
Nach der Übergabe von in der Metallwerkstatt hergestellten Werkstücken besuchte Frau Naaß noch den zweiten Standort in Weißenburg in der Bortenmachergasse. Hier findet die theoretische und kaufmännische Ausbildung der Jugendlichen statt sowie die Qualifizierung im hauswirtschaftlichen Bereich wovon ein liebevoll vorbereitetes Buffet zeugte. Im Gespräch mit Jugendlichen und Mitarbeitern des Kolping-Bildungszentrums bestätigte Frau Naaß die Wichtigkeit dieser Arbeit für unsere Gesellschaft und ihre Unterstützung der Arbeit am Kolping-Bildungszentrum.
Ralf Schmidt, Leiter des Kolping-Bildungszentrums bedankte sich im Namen aller Mitarbeiter und Jugendlichen für den Besuch von Frau Naaß.

Im Fachbereich Metall v.l.n.r. Christa Naaß, Ralf Schmidt, Michael Zurwesten (Ausbilder Fachbereich Metall)
Bilder von Walter König
Text von Ralf Schmidt