Christa Naaß in schriftlicher Anfrage an Staatsregierung: Welches Interesse haben Chinesen am deutschen Wald?
Christa Naaß in schriftlicher Anfrage an Staatsregierung: Welches Interesse haben Chinesen am deutschen Wald?
Chinesische Investoren kaufen Wälder in Deutschland - im Raum Celle bereits 500 Hektar und verhandeln derzeit im großen Stil über Waldkäufe in Schleswig-Holstein. "Gibt es mittlerweile auch in Bayern ein chinesisches Interesse an Waldeigentum und wie bewertet die Staatsregierung das Interesse Chinas an deutschen Wäldern?" fragt die SPD-Landtagsabgeordnete Christa Naaß in einer schriftlichen Anfrage.
"Die Staatsregierung muss verhindern, dass es zu einem Ausverkauf bayerischer Wälder kommt und die Bedeutung des Waldes für das Allgemeinwohl nicht dem wirtschaftlichen Interesse des Waldeigentümers hinten angestellt wird," so Christa Naaß Der Rohstoff Holz ist in China ein knappes Gut und der Holzverbrauch steigt dort seit Jahren. Selbst über genmanipulierte Baumarten und einer intensiven Plantagenwirtschaft ist die innerchinesische Holznachfrage nicht zu befriedigen. Da sich der Holzmarkt in den vergangenen Jahren deutlich erholt hat, scheinen die Chinesen, so Naaß, mittelfristig nicht mehr bereit zu sein, die steigenden Holzpreise zu zahlen. Über den Erwerb von Waldeigentum in Deutschland soll nun der Eigenbedarf an Holz wirtschaftlich akzeptabel gesichert werden.
Naaß: "Chinesische Anleger haben anscheinend bemerkt, dass auch in Deutschland der Wald bald so bewirtschaftet werden kann, wie es weltweit üblich ist, nämlich wie ein Steinbruch für Holz."
Homepage Christa Naaß, Bezirkstag