Kulturelles Kleinod erkundet

Veröffentlicht am 03.09.2021 in Ortsverein

(v.li.) Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl MdB, Sepp Koch, Bernd Vilsmeier und Severin Eder und Matthias Unterholzer (mi.)

Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl MdB zu Besuch in Poxau

"Der Kalvarienberg mit seiner Wallfahrtskirche ist ein wenig bekanntes kulturhistorisches Kleinod im Mittleren Vilstal, das nur Ortskundigen bekannt ist", stellte der örtliche Kirchenpfleger Matthias Unterholzner aus Poxau den Kalvarienberg vor. Auf Einladung der örtlichen SPD-Ortsvereine Marklkofen und Steinberg besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit einer zahlreichen Besuchergruppe Poxau. Für die SPD-Ortsvereine begrüßte Kreis- und Gemeinderat Dr. Bernd Vilsmeier die Besucher, darunter 1. Bürgermeister Peter Eisgruber-Rauscher, 2. Bürgermeisterin Magda Geltinger, Kreis- und Gemeinderat Sepp Koch aus Mengkofen, Gemeinderätin Dr. Claudia Karl, Marktrat Josef Hatzmannsberger aus Reisbach, SPD-Unterbezirksvorsitzenden Severin Eder und Heimatforscher Nik Söltl aus Landau.

In seinem umfangreichen Vortrag machte Matthias Unterholzner die Geschichte von Poxau und dem Kalvarienberg wieder lebendig. Die Geschichte Poxaus geht wahrscheinlich bis mindestens ins 10. jahrhundert zurück. Denn schon 1042 wurde von tapferen Rittern aus Poxau bei Turnieren berichtet. Zuerst wurde ein Turmhügel errichtet, von dem aus dann das Poxauer Schloss mit Fünfeckhof am heutigen Standort wahrscheinlich im 15. Jahrhundert besiedelt wurde. Die Ritter von Poxau hatten beste Beziehungen zu den bayerischen Herzögen in Landshut und konnten so noch ein Hofmarkschloss im heutigen Marklkofen erbauen. Von der ersten Burg weiß man nur, dass sie einen hohen Turm hatte. Das heutige Schloss in Poxau entstand neu nach der Zerstörung des alten im Dreißigjährigen Krieg. Das Schloss ist heute im Besitz der Familie der Grafen von Soden-Fraunhofen. Die Gemeinde Marklkofen betreibt dort ein Trauungszimmer.

Auf dem mittlerweile verwaisten Burgstall mit dem ehemaligen Turmhügel, dessen Burggraben an der Nordseite noch erkennbar ist, erklärte Matthias Unterholzner, errichtete 1710 bis 1713 der Poxauer Schlossherr Adam Lorenz Freiherr von Alt- und Neufraunhofen ein "Neues Jerusalem", den Öl- und Kalvarienberg zusammen mit den 14 Kreuzwegstationen und der überlebensgroßen Kreuzigungsgruppe mit Jesus Christus und den beiden Schächern auf der Spitze des Kalvarienberges. Der Kalvarienberg entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten zu einer beliebten Wallfahrt, was die zahlreichen Votivtafeln, von denen leider nur noch einige wenige vorhanden sind, bewiesen. Mit viel Engagement und Eigenleistung erhalten die Poxauer Bürgerinnen und Bürger ihren Kalvarienberg. Die letzte große Sanierung wurde im September 2015 mit der erneuten Einweihung des mit großem Aufwandes sanierten Kalvarienberges abgeschlossen. Trotz einiger Zuschüsse konnten die Gesamtkosten von fast 350.000 Euro nur durch viele große und kleine Spenden gestemmt werden. Seither grüßen die drei Zwiebeltürme von Schlosskapelle, Kalvarienbergkirche und von St. Georg ins Mittlere Vilstal.

Die Besucher genossen den phantastischen Ausblick über das Vilstal vom Poxauer Kalvarienberg. Dazu konnte der örtliche Gemeinderat Bernd Vilsmeier noch einige Erläuterungen zur politischen Gemeinde Marklkofen geben. Mit einem kleinen Präsent bedankten sich die SPD-Ortsvereine bei Matthias Unterholzner für dessen interessanten und lebendigen Vortrag.

 

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