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Max Mannheimer bei seiner Lesung im überfüllten Stadtschloss in Treuchtlingen

Veröffentlicht am 01.09.2013 in Allgemein

Max Mannheimer mit Anette Pappler, MdL Christa Naaß und Harald Dösel

„Mir geht es nicht um Rache, sondern um Aussöhnung“

„Ich habe denen verziehen, die nicht gemordet haben“, antwortet Dr. Max Mannheimer, Auschwitz-Überlebender und einer der letzten Zeitzeugen des wohl traurigsten Kapitels der deutschen Geschichte, auf die Frage eines Zuhörers bei seiner Lesung in Treuchtlingen am vergangenen Dienstag.

Weit über 100 Menschen hatten sich auf Einladung der Haundorfer Landtagsabgeordneten Christa Naaß im Stadtschloss eingefunden, um sich von seinem Leben erzählen zu lassen. Und nicht wenige waren überrascht, wie humorvoll, aufgeschlossen und ohne Ressentiments dieser Mann auftritt, der allen Grund hätte, den Deutschen ablehnend gegenüber zu stehen.
„Nach der Befreiung wollte ich nie mehr deutschen Boden betreten“, erklärte er. „Aber dann habe ich mich in eine Deutsche verliebt, und Sie wissen, wie so etwas ist. Wenn man verliebt ist, glaubt man alles. Also bin ich mit ihr zusammen zurückgekommen.“

93 Jahre ist Max Mannheimer alt, aber sein hintersinniger Humor, seine packende Art, zu erzählen und die interessanten, aber auch erschreckenden Inhalte seiner Erzählungen ziehen alle Anwesenden in seinen Bann.

„Es ist schon sehr eindrucksvoll, wenn man diese Tatsachen aus dem Mund von jemandem hört, der diese Zeit selbst erlebt hatte“, sagte SPD-Landtagskandidat Harald Dösel, dem das Thema wegen seines Engagements im Bündnis gegen Rechts besonders am Herzen liegt.

„Es war ein besonders interessanter Abend, der zu Herzen ging, und der nicht nur mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird“, bekräftigte Bundestagskandidatin Anette Pappler.

„Ich kenne Max Mannheimer schon sehr lange.“, erklärt Christa Naaß. „Durch mein Engagement in der Seliger-Gemeinde und in der Vertriebenenarbeit habe ich ihn in vielen Gesprächen kennen und schätzen gelernt. Darum ist es mir eine ganz besondere Freude, dass er heute nach Treuchtlingen gekommen ist, um aus seiner Autobiographie „Drei Leben“ zu lesen. Er ist in seinem hohen Alter von 93 Jahren immer noch als Zeitzeuge unterwegs, berichtet unermüdlich vom Nazi-Grauen – wider das Vergessen.“

Die Lesung fand im Zusammenhang mit der Ausstellung „Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“ statt, die derzeit im Stadtschloss Treuchtlingen zu sehen ist und ebenfalls von Christa Naaß organisiert wurde.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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