
Die mittelfränkischen Politiker aus dem Landtag und dem Bezirk auf Messebesuch: Stefan Schuster ( MdL, Nürnberg), Christa Naaß (MdL, Haundorf stv. Fraktionsvorsitzende und SPD-Bezirksvorsitzende), Gisela Niclas (Bezirksrätin, Erlangen), NFD Geschäftsführer Peter Pölloth (Feucht), Dr. Thomas Beyer (MdL, stv. Fraktionsvorsitzender, Henfenfeld), Angelika Weikert (MdL, Nürnberg), Fritz Körber (Vorsitzender Bezirkstagsfraktion, Schwaig), Helga Schmidt-Bussinger (MdL, Schwabach) und NFD Vorsitzender des Bezirks Mittelfranken Heinz Schrödel (Schwabach).
Christa Naaß und Dr. Thomas Beyer, die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Bayern-SPD, organisierten einen Besuch der mittelfränkischen Landtagsabgeordneten auf dem Stand der NaturFreunde Deutschlands, Bezirk Mittelfranken auf der Freizeit- und Gartenmesse in Nürnberg (Halle 4 Nr. 4082). NFD Landesgeschäftsführer Peter Pölloth aus Feucht, freute sich sehr über den hohen Besuch – alle Abgeordneten sind auch Mitglied der NaturFreunde - und ging in seiner kurzen Begrüßungsrede auf die gemeinsamen Wurzeln der SPD und der NaturFreunde ein. In der Zeit der Gründung 1895 fand die damals sehr unterdrückte Arbeiterschaft, deren politische Heimat die SPD war, über die NaturFreunde einen Weg in die Natur. Dies war in der damaligen Zeit keineswegs selbstverständlich, denn das freie Betretungsrecht in die Natur war in dieser Zeit ausschließlich dem Adel, den Großgrundbesitzern und dem Bürgertum vorbehalten. Bemerkenswert ist hierbei, dass der nachhaltige, schonende Umgang mit der Natur von Anbeginn an ein Anliegen des Verbandes war. Die NaturFreunde waren zu allen Zeiten politisch, erklärte Pölloth – 1933 ereilte sie das gleiche Schicksal wie die SPD – Verbot und Verfolgung durch die Nazis. Auch nach dem Krieg (die NaturFreunde waren einer der ersten Verbände, die sich wieder- bzw. neugründen durften) gab es keine Mai-Demo ohne die roten Fahnen der NaturFreunde und keine Demo gegen Atomkraft an der sie nicht beteiligt waren. Heute zählen die NaturFreunde mit mehr als 400.000 Mitgliedern in über 20 Ländern, davon über 70.000 in Deutschland und etwa 20.000 Mitgliedern in Bayern (136 Ortsgruppen), weltweit zu den größten, nicht gewinnorientierten Organisationen, umweltbewusster Freizeit- Sport- und Bildungsmöglichkeiten. Über den Sport zum Naturerlebnis – über das Naturerlebnis zum Naturschutz – das ist die Basis aller sportlichen Aktivitäten, wie Bergsteigen, Wandern, Klettern, Kanu, Mountainbiking, Nordic Walking, Ski und Snowboard. Eigene Lehrteams mit ausgebildeten Übungsleitern im Bereich Wasser- Schnee- und Bergsport garantieren ihren Mitgliedern eine Betreuung auf hohem Niveau unter Einbeziehung des Umweltschutzes. Wesentlich für die Bewältigung dieses umfassenden Anspruchs sind unsere Naturfreundehäuser (ca. 100 alleine in Bayern), denn sie sind Orte der Begegnung und bieten Raum für Bildung und Entspannung, informierte Pölloth die Besucher. Er dankte den Politikern für ihren Besuch und für die Verbundenheit zu den NaturFreunden. Christa Naaß und Thomas Beyer erklärten abschließend auch im Namen ihrer Kolleginnen und Kollegen, dass der Verband jederzeit mit ihrer Unterstützung im bayerischen Landtag und im Bezirk rechnen kann.

