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Ordensverleihungen: Frauen haben das Nachsehen

Veröffentlicht am 11.02.2008 in Allgemein

Christa Naaß: Frauen müssen stärker berücksichtigt werden - Vorbild ist der Bund - Staatsregierung belässt es bislang bei vagen Ankündigungen

Frauen leisten viel für die Gesellschaft in Familie, Beruf und Ehrenamt. Allerdings geschieht dies meist im Verborgenen. Denn wenn es um öffentliche Anerkennung geht, haben Frauen das Nachsehen: Nur 25 Prozent der Träger des Bundesverdienstkreuzes sind Frauen. Gemessen am Frauenanteil in der Bevölkerung und dem vielfältigen Engagement der Frauen ist das nach Meinung der Haundorfer SPD-Landtagsabgeordneten Christa Naaß viel zu wenig. Sie kämpft dafür, dass in Bayern mehr Frauen ausgezeichnet werden.

Im Bund tut sich bereits etwas: Bundespräsident Horst Köhler hat im vergangenen Jahr deshalb ausschließlich Frauen den Verdienstorden verliehen, um das Bewusstsein für die beeindruckenden und trotzdem wenig beachteten Leistungen von Frauen zu stärken. Er nimmt künftig auch nur Vorschlagslisten an, wenn von zehn Kandidaten mindestens drei Frauen sind.

Dass Bayern davon noch meilenweit entfernt ist, stellte Naaß mit einer Schriftlichen Anfrage zu Auszeichnungen von Frauen von 2003 bis 2007 fest, deren Antwort mehr als unbefriedigend ist. Demnach lag der Frauenanteil beim Bayerischen Verdienstorden im Jahr 2003 bei 24,65 Prozent, im Jahr 2007 nur noch bei 22 Prozent, beim Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst, der nur alle zwei Jahre verliehen wird, liegt der Durchschnitt der letzten fünf Jahre bei 21,05 Prozent. Das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern bekommen durchschnittlich nur 37,46 Prozent Frauen, bei der Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa sind nur 28,26 Prozent der Ausgezeichneten weiblich. Lediglich 12,32 Prozent der mit der Bayerischen Rettungsmedaille Ausgezeichneten sind weiblich, 20,41 Prozent bei der Christopherus-Medaille. Den Sportpreis erhielten von 2002 bis 2007 insgesamt 59 Athleten, davon waren nur 17 Athletinnen.

Christa Naaß bedauert, dass es die Staatsregierung lediglich bei einer allgemeinen Ankündigungen belässt, "künftig dafür Sorge tragen zu wollen, verdiente Frauen bei der Verleihung von Orden und Ehrenzeichen so weit wie möglich zu berücksichtigen".

"Das zeigt für mich wieder einmal, wie wenig die CSU-Staatsregierung von Frauenpolitik, von Frauenförderung und von der echten Gleichbehandlung von Frauen und Männern hält. Die Haundorfer SPD-Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des Öffentlichen Dienstes fordert deshalb die Staatsregierung auf, im Jahr 2008 in den Bereichen mehr Frauen auszuzeichnen, in denen sie bisher unterrepräsentiert waren. "Was auf Bundesebene möglich ist, wird wohl auch der bayerische Ministerpräsident schaffen", stellt Naaß fest.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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