Seit 150 Jahren das Rückgrat der deutschen Demokratie!

Veröffentlicht am 27.05.2013 in Presse

Feierten in Leipzig ein Fest der Demokratie: (v.li.) Dr. Jürgen Schniedermeier, der Vizepräsident des Bayerischen Landtages Franz Maget MdL, Dr. Bernd Vilsmeier und Kathrin Sonnenholzer MdL.

Kreis-SPD beim Festakt für 150 Jahre SPD in Leipzig

Dingolfing-Landau.

Mit einem großen Festakt im Leipziger Gewandhaus hat die SPD ihren 150. Geburtstag begangen. Mehr als 1600 Gäste – unter ihnen die gesamte Staatsführung der Bundesrepublik, der französische Präsident François Hollande sowie Regierungschefs aus neun Ländern – feierten die deutsche Sozialdemokratie. SPD-Kreisvorsitzender Dr. Bernd Vilsmeier und SPD-Bezirkskassier Dr. Jürgen Schniedermeier feierten als Vertreter der SPD-Dingolfing-Landau in Leipzig mit.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft eröffnete am Donnerstag den Festakt im rot ausgeleuchteten Gewandhaus. Vor genau 150 Jahren gründete Ferdinand Lassalle in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), die Vorläuferorganisation der SPD. Das sozialdemokratische Erbe, der „leidenschaftliche Einsatz für Freiheit, Gerechtigkeit und die Demokratie“, sei zugleich eine Verpflichtung, diese Aufgaben immer wieder neu anzunehmen, sagte Kraft: „Für uns bleibt noch viel zu tun!“

Bundespräsident Joachim Gauck hob in einer bewegenden Rede den unermüdlichen Einsatz vieler Sozialdemokraten für die Demokratie hervor. Der Geburtstag der SPD sei auch ein Feiertag für „das europäische Ringen um Freiheit und Demokratie. Der Bundespräsident betonte, dass keine andere Partei so lange überdauern konnte, weil die Kernforderung der Sozialdemokratie auf immer neue Weise aktuell bleiben - neben den Freiheitsrechten und der sozialen Gerechtigkeit zähle auch die politische Teilhabe dazu.
Besonders würdigte der Bundespräsident das bis zum letzten Moment entschlossene Auftreten der SPD gegen den deutschen Faschismus. Über die Ablehnung des so genannten Ermächtigungsgesetzes einzig durch die SPD-Fraktion im Reichstag am 23. März 1933 sagte Gauck: „Damals haben 94 SPD-Abgeordnete mit ihrem Nein zum so genannten Ermächtigungsgesetz nicht nur die eigene Ehre gerettet, sondern die der ersten deutschen Demokratie."

Auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel würdigte in seiner Rede die Standhaftigkeit seiner Partei im Angesicht von Terror und Unterdrückung. Deshalb gelte noch heute: „Die SPD ist seit 150 Jahren das Rückgrat der deutschen Demokratie.“ Trotz ihrer wechselhaften Geschichte sei die deutsche Sozialdemokratie „die demokratische Konstante in der Geschichte unseres Landes“.
Gabriel erinnerte an die lange Tradition der Sozialdemokratie – die stets getragen worden sei von dem sozialdemokratischen Grundverständnis, das Wilhelm Liebknecht so ausgedrückt habe: „’Weil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.“ Der Weg der SPD sei „manchmal schmerzhaft“ gewesen sei, sagte Gabriel – und manchmal seien auch Fehler gemacht worden: „Aber nie haben wir etwas getan, für was wir uns so sehr schämen mussten, dass wir unseren Namen SPD hätten ändern müssen.“

Als Sozialist und als Europäer", sagte der französische Präsident François Hollande zu Beginn seines Glückwunsches und setzte dabei auf die Zahl Drei: „Drei Worte, drei Werte, drei Kämpfe stehen für die deutsche Sozialdemokratie: Demokratie, Fortschritt und Realismus." Die SPD habe das sozialistische Ideal mit der Demokratie verknüpft, so Hollande. „Diese Ausrichtung hatte großen Einfluss, auch auf Frankreich." Er hob auch den Widerstand der Sozialdemokraten gegen die Nationalsozialisten hervor und erinnerte an die getrennte Sozialdemokratie im geteilten Deutschland. Kostenlose Bildung, Krankenversicherung für alle, Mindestlohn, Arbeitnehmerrechte – alles sozialdemokratische Werte, die heute so aktuell wie zu Gründungszeiten seien, betonte Hollande.
Die Verknüpfung von guter Wirtschaftspolitik und sozialer Gerechtigkeit sei eine Einstellung der SPD, „von der ich mich inspirieren lasse", so der französische Staatschef. „Mit diesen Werten können wir Europa voranbringen. Wenn Europa geeint ist, dann wird Europa in der Lage sein, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Er schloss seine Rede mit den Worten: „Es lebe Deutschland, es lebe Frankreich, es lebe die deutsch-französische Freundschaft.

 

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