
Dr. Horst Krömker, Elke Zahl, Ronald Reichenberg, Christa Naaß, Amely Weiß, Bürgermeister Uwe Sinn
Auf Einladung der Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten Christa Naaß tagte die SPD-Bezirkstagsfraktion anlässlich ihrer jüngsten Fraktionssitzung in Pappenheim.
Von Dr. Graf von und zu Egloffstein geführt konnten sich die Fraktionsmitglieder einen Überblick über die mittelalterliche zweihöfige Burganlage und von dort aus über ganz Pappenheim machen. Sie wurden außerdem über anstehende Projekte und Planungen informiert. Christa Naaß machte deutlich, dass der Bezirk in der Vergangenheit immer gerne im Rahmen der Zuschussmöglichkeiten Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten in der Burg, und der ehem. Augustiner-Klosterkirche oder Ausstellungen unterstützt hat und dies natürlich auch künftig tun wird.
Im Rathaus wurde die Bezirkstagsfraktion von Bürgermeister Uwe Sinn empfangen, der die Teilnehmer über die Geschichte, die Entwicklung und die Zukunftsperspektiven der Stadt Pappenheim informierte. Dabei kamen u.a. die Situation der 1700 Arbeitsplätze in Pappenheim genauso zur Sprache, wie die Verlagerung der Rummelsberger Werkstätten in die Nachbarkommune, die städtebauliche Entwicklung, die Entwicklung in Sachen Europäisches Haus, der Tourismus sowie aktuelle anstehende Investitionen.
Wie kann es weitergehen?
Das war die große Frage des Nachmittags, als Prof. Dr. Joachim Grzega, das von ihm seit Sommer 2012 geführte Haus vorstellte. Mehr als überrascht waren die SPD-Bezirksräte Dr. Horst Krömker, Ronald Reichenberg, Amely Weiß und Elke Zahl über die zahlreichen Aktivitäten und Vielzahl von EU-Politikerinnen und –politiker und EU-Experten, die schon im EHP gesprochen hatten.
Gerade in der aktuellen Flüchtlingssituation ist der von Prof. Grzega entwickelte „Sprachnotarzt“ eine gute Möglichkeit, den Flüchtlingen innerhalb von drei Tagen die wichtigsten Kenntnisse in Wortschatz und Grammatik für ihre Verständigung im Alltag zu vermitteln. Dieses Konzept hatte er erst jüngst der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen vorgestellt.
„Auch für die Flüchtlinge in unserem Landkreis wäre das Angebot von großem Nutzen“, meint Christa Naaß und führte weiter aus: „Das EHP ist von den Angeboten her auf der Höhe der Zeit. Nur leider fehlt noch von manchen Seiten die Anerkennung.“
Sprache ist wesentlicher Bestandteil der Kultur und deshalb auch Angelegenheit des Bezirks im Rahmen der Kulturarbeit. Deshalb wurde auch die Frage diskutiert, wie der Bezirk Mittelfranken helfen kann – sei es in finanzieller Art, aber auch durch eine enge Verbindung mit dem Europäischen Schullandheim in Bad Windsheim, durch Besuch von Delegationen des Bezirks aus den europäischen Partnerregionen Limousin und Pommern, um die ohnehin schon vorhandenen europaweiten Verbindungen noch weiter auszubauen und zu stärken u.v.m.. „Lasst Euch nicht entmutigen“, machte die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Mut und unterstrich damit auch ihr Bekenntnis zum Europäischen Haus.

