Die CSU/FDP-Mehrheit im Bayerischen Landtag lehnt Antrag der SPD-Fraktion auf zinsgünstige Darlehen für Landwirte ab
Geringe Niederschlagsmengen in den letzten Monaten und starker Nachtfrost Ende Mai führen zu immensen Ernteeinbußen
Die CSU/FDP-Mehrheit im Bayerischen Landtag lehnt Antrag der SPD-Fraktion auf zinsgünstige Darlehen für Landwirte ab
Geringe Niederschlagsmengen in den letzten Monaten und starker Nachtfrost Ende Mai führen zu immensen Ernteeinbußen
Die Haundorfer Landtagsabgeordnete Christa Naass hat zusammen mit der SPD-Landtagsfraktion in der vergangenen Woche einen Dringlichkeitsantrag eingereicht.
Man solle in Verbindung mit den Banken ein zinsverbilligtes Darlehen für landwirt-schaftliche Betriebe anbieten, die infolge der Trockenheit und der Spätfrostschäden massive Ernteausfälle hinnehmen müssen und damit in ihrer Existenz bedroht sind.
„Trotz der Wichtigkeit und der Brisanz der Situation, in der sich die Landwirtschaft in Bayern befindet, wurde der Dringlichkeitsantrag abgelehnt. Und das im Bewusstsein der Tatsache, welch hohen Stellenwert die Landwirtschaft in Bayern hat“, erklärt Christa Naaß.
„Das ist mir unbegreiflich. Die Auswirkungen der Witterungsproblematik werden zu-dem nicht nur im Bereich der Landwirtschaft, sondern auch bei den vor- und nachge-lagerten Betrieben spürbar sein. Damit sind in ganz Bayern Arbeitsplätze in Gefahr“.
Monatelang geringe Niederschläge, dazu starker Nachtfrost noch Ende Mai führen zu Ernteeinbußen von bis zu 50% bei Raps, und auch bei Sommer- und Wintergers-te sowie beim Weizen ist mit deutlich niedrigeren Erträgen zu rechnen. Die sind auch dann nicht mehr abzuwenden, wenn es in der nächsten Zeit deutlich mehr regnen sollte.
Die Auswirkungen der ungünstigen Witterung sind sogar bei den tierhaltenden Be-trieben zu spüren, denn dort lässt die Trockenheit das Futter knapp werden.
Für die Landwirte brechen damit harte Zeiten an. Denn die hohen Produktionskosten werden auch durch längerfristig hohe Getreide- und Rapspreise nicht ausgeglichen, massive Liquiditätsprobleme sind die mögliche Folge, die die betroffenen Landwirte zu Recht alarmieren.
Dieser Gefahr wollte die SPD mit ihrem Antrag entgegen wirken.
Die Ablehnung des Dringlichkeitsantrages ändert laut Aussage der Abgeordneten nichts. Die SPD wird weiterhin am Ball bleiben und darauf dringen, dass die Landwir-te die Unterstützung erhalten, die ihnen zukommt.
Homepage Christa Naaß, Bezirkstag