150 Jahre SPD. Gleichstellung – Fortschritt – Jetzt!
Christa Naaß, Anette Pappler und Monika Wopperer: „Die Armutsfallen für Frauen müssen endlich weg!“
Minijobs, Teilzeitarbeit wegen mangelnder qualifizierter Kinderbetreuungsmöglichkeiten, der sich aus-breitende Niedriglohnsektor und Lohndiskriminierung – nach Überzeugung der Landtagsabgeordneten Christa Naaß, der AsF-Kreisvorsitzenden Monika Wopperer und der Bundestagskandidatin Anette Pappler wesentliche Ursachen der Altersarmut von Frauen. Zum Weltfrauentag am 8. März weisen sie daher wiederholt eindringlich auf den Handlungsbedarf durch die Bundesregierung und Bayerische Staatsregierung hin.
„In Bayern sind besonders viele Frauen von Armut betroffen. Bei den Frauen ab 65 Jahren sind es 22%. Das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt, der bei 16% liegt.“, erklärt die Land-tagsabgeordnete Christa Naaß.
„Armut zeigt sich nicht nur in finanzieller Not, sondern auch in sozialer Ausgrenzung. Und die Gründe für Armut sind vielfältig. Minijobs zum Beispiel schaffen keine existenzsichernde Lebensgrundlage und werden in der Regel schlecht bezahlt. Sie sind keine Brücke zu Vollzeit-Arbeitsstellen, sondern verhindern im Gegenteil 60.000 neue Stellen“, ergänzt Bundestagskandidatin Anette Pappler. Die Ausweitung der Minijobs auf 450 Euro lehnen wir strikt ab.“
Ähnliche Probleme sieht Monika Wopperer, SPD-Kreisvorsitzende der AsF, in der Teilzeitarbeit. „Fehlende Aufstiegschancen, Lohndiskriminierung und geringe Einzahlungen in die gesetzlichen Rentenkassen sind die Folge von stundenreduzierten Beschäftigungsverhältnissen, die oft aus fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten resultieren. Wir fordern daher die Einführung flächendeckender qualitativ hochwertiger Kindertagesstätten und eine generelle Verkürzung der täglichen Regelarbeitszeit!“.
„In diesen Bereich gehören auch Erwerbsunterbrechungen zur Kindererziehung oder zur Pflege von Angehörigen. Daher brauchen wir eine Umgestaltung des Elterngeldes und eine Verbesserung der Pflege durch eine Aufwertung der Pflegeberufe! Das Betreuungsgeld der CSU lehnen wir strikt ab!“
Auch im sich stark ausbreitenden Niedriglohnsektor, in dem Frauen mit 70% die deutliche Mehrheit der Beschäftigten stellen, sieht Christa Naaß eine Armutsfalle für Frauen. Ein gesetzlicher Mindestlohn, die Aufwertung der sogenannten typischen Frauenberufe und das Verhindern der Umgehung ordentlicher Beschäftigungsverhältnisse durch Leiharbeit und Werkverträge stehen darum weit oben auf der Aufgabenliste der SPD.
Anette Pappler, Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 241, erklärt weiter: „Armutsfallen zeigen ihre Auswirkungen besonders deutlich im Alter. Durch geringe oder fehlende Einzahlungen in die gesetzlichen Rentenkassen erzielen Frauen äußerst niedrige Rentenansprüche. Die gesetzliche Durchschnittsrente von Frauen in Bayern liegt gerade mal bei 517 Euro. Das wollen und müssen wir ändern!
Alljährlich zum Internationalen Frauentag am 8. März wird uns wieder besonders bewusst, wie weit eine tatsächliche Gleichstellung, für die wir schon seit weit über 100 Jahren kämpfen, noch entfernt ist.
Wir werden daher in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, bis wir das erreicht haben, was uns schon im Grundgesetz versprochen wird. Die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Gebieten!“
Zum Internationalen Frauentag wird die SPD am 8. März ab 14 Uhr in Treuchtlingen und am 9. März ab 11 Uhr in Gunzenhausen jeweils am Marktplatz durch das traditionelle Verteilen von Blumen auf diese Problematik aufmerksam machen.
In Weißenburg findet am 8. März um 19:30 Uhr ein Frauenfilmabend im Kinocenter statt.