Christa Naaß während ihrer RedeDie Energiewende stand im Mittelpunkt des Bezirksparteitags der mittelfränkischen SPD, der am Wochenende in Roth stattfand. Fast einstimmig beschloss die Partei einen Leitantrag, nach dem Mittelfranken zur Modellregion für Energiewende, Rohstoffbewahrung und Klimapflege entwickelt werden soll.
Unterstützt wurde die Partei in ihrer Forderung von der Generalsekretärin der BayernSPD, Natascha Kohnen, die die Bedeutung der Energiewende als Thema in der Landtagswahl 2013 hervorhob. Bei den Wahlen wurde die Bezirksvorsitzende Christa Naaß (Gunzenhausen) mit 90 Prozent der Stimme in ihrem Amt bestätigt.
Christa Naaß: „Wir brauchen endlich den Wechsel“
Die Bezirksvorsitzende Christa Naaß betonte in ihrer Rede, wie dringend ein Wechsel im Bund und in Bayern notwendig sei. Dies habe nicht zuletzt die peinliche Abwesenheit vieler Bundestagsabgeordneter von schwarz-gelb kurz vor der Abstimmung über das Betreuungsgeld gezeigt. Aber auch in Bayern sehe es nicht besser aus: „Eine namentliche Abstimmung jagt derzeit die andere, damit zu den Abstimmungen wenigstens die eigenen Leute in den Plenarsaal kommen.“ Seehofer setze sich immer mehr ab und wolle mit der Bundespolitik, deren Teil die CSU ist, nichts mehr zu tun haben. Er agiere nur noch populistisch. Seine eigenen Leute kämen kaum mehr mit, so schnell wechsele er sein Mäntelchen.
Die SPD dagegen beziehe klare Positionen. Sie habe ein Konzept für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit vorgelegt, mit der Gemeinschaftsschule und Kostenfreiheit vom Kindergarten bis zur Hochschule. Sie vertrete eine klare Position für den Ausbau der Kinderbetreuung. Sie bekenne sich zu einer aktiven Gleichstellungspolitik. Und sie habe ein umfassendes Programm für die Wirtschafts- und Finanzpolitik in Bayern vorgelegt.