Foto Peter Tippl: Christa Naaß begrüßt die Gruppe aus Nürnberg. Weitere Bilder in der Bildergalerie.
Christa Naaß begrüßte als Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten eine Gruppe der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg zu einem Exkursionstag in Westmittelfranken und informierte sie über die vielfältigen Aufgabenstellung des Bezirks.
Sie erläuterte, dass diese Exkursion am Wochenende des Bezirks stattfindet, an dem sich der Bezirk Mittelfranken in seiner Vielfalt darstellt, z.B. mit seinen zahlreichen Bildungsangebote von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf über das Zentrum für Hörgeschädigte, die Maschinenbauschule bis hin zur Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und von den sozialen und sozialpsychiatrischen Diensten hin bis zu den Bezirkskliniken.
Im Bereich Kultur stellten sich die Museen, wie z.B. das Fränkische Freilandmuseum, das Haus Fränkischer Geschichte, das Klöppelmuseum in Abenberg, aber auch das Limousin-Haus in Fürth dar.
Auch die Fachberatung für Fischereiwesen informierte genauso wie die Trachtenforschungs- und Beratungsstelle oder der Landschaftspflegeverband Mittelfranken.
Sie bedankte sich herzlich bei Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband, der die Exkursion vorbereitet hatte und voller Engagement über die Geschichte des Streuobstanbaus in der Region und über aktuelle Projekte berichtete.
Der Aufstieg auf den Hesselberg über die historische Lindenallee geriet zu einem Erlebnis auf Grund der Erläuterungen von Herrn Metz zur kulturlandschaftlichen Entwicklung des Hesselberges, zur Situation der Schafhaltung, der Verbuschungsproblematik und der bürgerschaftlichen Aktionen zur Entbuschung. Auch die Betrachtung der Pflanzenwelt und Erläuterungen zur Frühgeschichte des Hesselberges wurden voller Interesse aufgenommen.
Vizepräsidentin Christa Naaß informierte die Gäste aus Nürnberg, an der Spitze deren Vorsitzender Rüdiger Frisch, über die Entstehung des Landschaftspflegeverbandes, der 1986 mit Unterstützung des Bezirks Mittelfranken gegründet wurde. „Wenn es den Landschaftspflegeverband nicht schön gäbe, so müsste man ihn erfinden“, so Christa Naaß. 245.600 Euro stellt der Bezirk auch heuer wieder für den
- Erhalt der Kulturlandschaft
- Schaffung flächendeckender Biotopverbünde und
- Umweltbildung bereit.
Er ist Unterstützungsgremium für viele Kommunen, Organisationen, Landwirtschaft und Privatpersonen. Rund 3000 Biotopflächen in 132 Städten und Gemeinden wurden im vergangenen Jahr betreut.
Es wurden aber auch neue Schritte der Regionalentwicklung und Regionalvermarktung wie z.B. das Altmühltaler Lamm oder der Hesselberger unternommen. Selbstverständlich werden im Bezirksrathaus Hesselberger Säfte angeboten. Und auch andere Kommunen werben mittlerweile mit den regionalen Produkten.
Wenn es um die Entwicklung der Kulturlandschaft und die Entwicklung des Ländlichen Raumes in Mittelfranken geht, gibt es einen engen Schulterschluss zwischen Bezirk und Landschaftspflegeverband, berichtete die Vizepräsidentin weiter.
Dieser Aufgabenbereich deckt sich z.T. auch mit den Zielen der naturhistorischen Gesellschaft: Fördern von Naturschutz und Denkmalpflege, Verbreiten von naturwissenschaftlichem Wissen u.v.m.

