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Christa Naaß fordert zusammen mit dem Landesfrauenrat bessere Rahmenbedingungen zur Verwirklichung von Kinderwünschen

Veröffentlicht am 11.07.2016 in Allgemein

25 Prozent der Frauen und Männer sind ungewollt kinderlos –

Christa Naaß, ehemalige Landtagsabgeordnete aus Haundorf, vertritt die SPD-Landtagsfraktion auch nach dem Ausscheiden aus dem Bayerischen Landtag im Fachausschuss Gesundheitspolitik des Landesfrauenrates.

Dieser erarbeitete in mehreren Sitzungen einen Forderungskatalog zum Thema „Unerfüllter Kinderwunsch – gesellschaftliche und gesundheitliche Aspekte“.

In Deutschland besteht eine im internationalen Vergleich sehr hohe Kinderlosigkeit von Frauen. „Verglichen mit einigen anderen EU-Ländern ist Deutschland“, so Christa Naaß, „das Land mit dem größten Anteil kinderloser Frauen (22 Prozent), wobei ca. 25 Prozent davon ungewollt kinderlos sind“.

Endgültige Kinderlosigkeit beruht auf vielfältigen Ursachen, wie beispielsweise späte Partnerschaft, unsichere Beschäftigungsverhältnisse oder auch Karriereoptionen. Aber auch medizinische Gründe sind für Kinderlosigkeit verantwortlich. Wenn es den betroffenen  Menschen nicht gelingt, ihr Schicksal zu akzeptieren und alternative Lebenskonzepte zu entwickeln, können depressive Verstimmungen, psychosomatische Störungen oder andere Erkrankungen die Folge sein, ist sich der Landesfrauenrat einig.

Christa Naaß dazu: „Klar ist aber auch: Ungewollte Kinderlosigkeit ist kein ausschließliches Frauenthema!“

Der Bayerische Landesfrauenrat fordert daher von den zuständigen Ministerien, den Ärztekammern auf Bundes- und Landesebene, den Gesundheitsämtern, den Krankenkassen und allen Verantwortlichen

 

  • präventive und kurative Maßnahmen, die die Gebärmöglichkeiten erhalten, z. B. durch kostenlose HPV-Impfungen;
  • flächendeckende Bekanntmachung reproduktionsmedizinischer Möglichkeiten und Maßnahmen, ebenso wie deren Erfolgschancen und –risiken, und dies bereits in der Schule;
  • kostenlose und niedrig schwellige psychosoziale Beratung während und nach einer Kinderwunschbehandlung; Integration entsprechender Beratungsstellen in die Kinderwunschzentren;
  • Kinderwunschbehandlungen dürfen nicht an den finanziellen Rahmenbedingungen scheitern. Daher Überprüfung des § 27 a Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) zur künstlichen Befruchtung, insbesondere hinsichtlich Altersvorgaben und Anknüpfung an eine Ehe;
  • Auflegung eines Landesprogramms zur Finanzierung von Kinderwunschbehandlungen sowie finanzielle Beteiligung am Bundesprogramm "Unterstützung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion“, das auch unverheiratete Paare unterstützt;
  • Stopp der Anpreisung von Social Freezing als Fruchtbarkeitsversicherung und Aufklärung über dessen Konsequenzen sowie
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für Elternschaft durch ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen und Freistellungsmöglichkeiten.

„Damit Frauen nicht ungewollt kinderlos sind, lebenslang bleiben und ihren Kinderwunsch nicht erfüllen können, braucht es eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen von Staat, Politik und Ärzteschaft. Zudem muss ein stärkeres Bewusstsein für Geschlechterrollen und deren Zuschreibungen geschaffen werden“, fordert Christa Naaß.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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