Christa Naaß mit Peter Paul Gantzer.
Bildquelle: Bildarchiv Bayer. Landtag, Fotograf Rolf PossDer spanische Botschafter Rafael Dezcallar de Mazareddo verlieh dem langjährigen Mitglied des bayerischen Parlaments und ehemaligem Vizepräsidenten Prof. Dr. Peter Paul Gantzer mit dem Komturkreuz des Ordens Isabellas der Katholischen eine der höchsten Auszeichnungen, die das Königreich Spanien zu vergeben hat. Der Orden wird verliehen für höchste zivile Verdienste zum Wohle Spaniens, aber auch für einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Spanien und der internationalen Gemeinschaft.
Fraktionsvizin Christa Naaß gratulierte ihrem langjährigen politischen Weggefährten, der sich vor allem auch als sicherheits- und seniorenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion einen Namen gemacht hat und auch des Öfteren in unserer Region unterwegs war, herzlichst zu dieser besonderen Auszeichnung.
Zu einem Empfang im Bayerischen Landtag anlässlich der Ordensverleihung begrüßte der spanische Generalkonsul in München, Enrique Iranzo, eine illustre Schar von Gästen: Neben dem Botschafter des Königreichs Spaniens gaben die Hausherrin, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, sowie politische Weggefährten aus der SPD-Fraktion Gantzer, der von seiner Ehefrau begleitet wurde, die Ehre.
Der Botschafter des Königreichs Spanien, Rafael Dezcallar de Mazarredo, hob in seiner kurzen Ansprache Gantzers Einsatz für die politische Zusammenarbeit mit Spanien hervor. Dieser habe in seinen verschiedenen politischen Funktionen die Zusammenarbeit Bayerns und Deutschlands mit Spanien stets ge- und befördert. Der Botschafter betonte außerdem die wichtigen Beiträge Gantzers zum internationalen Rechtsfrieden und zur Rechtssicherheit: Schließlich habe der Geehrte als Gründungsmitglied und Präsident der Deutsch-Spanischen Juristenvereinigung (1996 bis 2008), aber auch in der juristischen Praxis als Fachmann für spanisches Recht, insbesondere für Immobilienrecht, und im Bereich der Rechtswissenschaften als Verfasser vieler einschlägiger Abhandlungen die deutsch-spanischen Beziehungen auf einem wichtigen Feld vorangebracht. Mit dem ihm eigenen witzigen Esprit dankte der Ausgezeichnete und erwiderte: „Als Soldat wird man gerne dekoriert“.
Prof. Dr. Gantzers Biografie verdeutlicht seine enge Bindung an Spanien: Seine Mutter wurde im ehemaligen „Spanisch-Marokko“ geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte sie mit ihrer Familie in Alicante. Aus Breslau, wohin die Mutter nach ihrer Hochzeit mit Gantzers Vater gezogen war, flüchtete sie 1945 mit den Kindern wieder in die spanische Küstenstadt, wo der Sohn von 1947 an zur Schule ging. Erst 1950, nach der Heimkehr des Vaters aus russischer Kriegsgefangenschaft, kehrte die Fa-milie nach Deutschland zurück. Gantzer selbst war nach seinen ersten Kindheitser-fahrungen schon als studentischer Reiseleiter wieder in seiner „zweiten“ Heimat. Später erwarb der heutige Oberst der Reserve das spanische Fallschirmjägerabzei-chen. Natürlich orientierte sich der Geehrte dann auch beruflich stark in Richtung Südwesten, indem er als einer von ganz wenigen Notaren in Deutschland auch ein „spanisches Notariat“ unterhielt.
Die Auszeichnung Prof. Dr. Peter Paul Gantzers mit dem Orden „Isabel la Católica 1. Klasse“ ist nicht die erste Würdigung, die er durch das Königreich Spanien erfährt: Schon 1999 hatte der spanische König Gantzer den Orden „Isabel la Católica am Bande“ verliehen.