Die SPD-Bezirkstagsfraktion hat mit Landtagsabgeordneter Christa Naaß die LbV-Umweltstation in Muhr am See und die Vogelinsel im Altmühlsee besucht. Sowohl die SPD-Bezirksräte als auch die Parlamentarierin wollen die Arbeit dort mit Anträgen im Landtag bzw. Bezirkstag unterstützen. „Die Bildungsarbeit in der Umweltstation wie auch der Naturschutz zum Anfassen auf der Vogelinsel müssen für einheimische Besucher und Touristen noch attraktiver werden“, erklärte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Köpplinger.
„Die CSU-Staatsregierung ist nämlich offenbar nicht einmal in der Lage die Beschilderung im Wiesmet zu modernisieren“, stellten die SPD-Politiker bei ihrem Rundgang über das etwa 1100 Hektar großes Wiesenbrütergebiet fest. Die Schilder weisen die Bußgelder zur Einhaltung des Betretungsverbots noch in D-Mark-Beträgen aus. „Das nimmt keiner ernst, deshalb muss die Regierung von Mittelfranken hier schnell Abhilfe schaffen und neue sowie größere Verbotsschilder aufstellen“, so die SPD. Die Vögel im Wiesmet leiden nach Auskunft der LbV-Stationsleiterin Dagmar Blacha unter zu großen Störungen durch alle möglichen Freitzeitaktivitäten. „Skater, Kite-Flieger, Radfahrer, Wanderer, keiner nimmt Rücksicht“, sagte Blacha. „Hier muss aber ein Naturschutzgebiet ersten Ranges geschützt werden“, waren sich Christa Naaß und die Bezirksräte einig. Man werde die Regierung unverzüglich zum Handeln auffordern, hieß es.
Christa Naaß wird im Landtag außerdem beantragen zu prüfen, ob der Freistaat Bayern einen eigenen Fördertopf für Umweltstationen in Bayern einrichten kann. Auch der Bezirk soll mehr Geld überweisen. Bislang erhält der LbV aus Ansbach pauschal 30 000 Euro für seine gesamte Arbeit in Mittelfranken. „Umweltstation und Vogelinsel aber sind so wichtig“, stellte Gabi Köpplinger fest, „dass hier eine eigene Förderung erforderlich ist.“ Die CSU habe es in den vergangenen Jahren aber stets abgelehnt, die Gesamtförderung für den LbV zu erhöhen. „Vielleicht gelingt es uns, die CSU-Mehrheit im Bezirkstag nun zu überzeugen“, hoffte Gabi Köpplinger. Ferner will die SPD dafür sorgen, dass die Aussichtsplattform auf der Vogelinsel so gestaltet wird, dass sie auch für Menschen mit Behinderung nutzbar wird. Gegenwärtig ist sie ausschließlich über eine Treppe zu erreichen. „Wenn der Bezirkstag seine Verantwortung für Menschen mit Behinderung ernst nimmt, wird er helfen, das zu ändern“, sagte Köpplinger