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Die Sudetendeutschen Sozialdemokraten. Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde

Veröffentlicht am 22.04.2010 in Allgemein

Von links nach rechts: Harald Güller, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Helmut Eikam und Albrecht Schläger, die beiden Vorsitzende der Seliger-Gemeinde, Olga Sippl, enge Mitarbeiterin Volkmar Gaberts und große alte Dame der sudetendeutschen Sozialdemokraten, SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher, seine Stellvertreterin Christa Naaß und Landtagsvizepräsident Franz Maget.

Christa Naaß, vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion bei der Ausstellungseröffnung im Bayerischen Landtag:

Die Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokraten steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Bayerischen Landtag. Die Ausstellung erzählt auf 40 Tafeln die Geschichte der im Jahre 1919 von Josef Seliger gegründeten Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) im nordböhmischen Teplitz und der unter dem NS-Regime daraus erwachsenen „Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten im Exil“ und dokumentiert schließlich die Entstehung der Seliger-Gemeinde im Jahre 1951, die die Nachfolge der Treuegemeinschaft antrat.

Tausende Sozialdemokraten mussten unter der Naziherrschaft ins Exil fliehen oder wurden im KZ ermordet. Angesichts bisweilen undifferenzierter öffentlicher Diskussionen der Themen Widerstand, Flucht und Vertreibung ist die Erinnerung an Sie auch heute, 60 Jahre nach Kriegsende, wertvoll und wichtig. Eindringlich geschieht dies in der zweisprachig gestalteten Ausstellung über Flucht und Vertreibung, aber auch über Aussöhnung und Zusammenhalt, die unter maßgeblicher Beteiligung des Journalisten Georg Schatz alias Pit Fiedler unter der Trägerschaft der Seliger-Gemeinde entstanden ist.

Nach der Besetzung des Sudetenlandes durch Hitler wurden mehr als 10 000 der über 80 000 sudetendeutschen Sozialdemokraten von den Nationalsozialisten verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Anderen gelang die Flucht, oder sie gingen ins Exil, wo sie unter dem Namen „Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten“ weiter miteinander verbunden blieben. Mitglieder dieses Verbundes waren es auch, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs maßgeblich an der Wiedergründung der SPD in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg beteiligt waren.

Zu den Gründungsmitgliedern der Seliger-Gemeinde zählten drei Abgeordnete des damaligen Landtags: Alfred Frenzel, Ludwig Walch sowie der spätere Vorsitzende der SPD-Fraktion und Landtagsvizepräsident, Volkmar Gabert. Er war von 1986 bis zu seinem Tod 2003 der am längsten amtierende Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde.

Bei der Eröffnung der Ausstellung bezeichnete Landtagspräsidentin Barbara
Stamm ihn als einen „Brückenbauer“. Volkmar Gabert habe stets versucht, Mauern ab- und Brücken aufzubauen und für Ausgleich und Verständigung zwischen Deut-schen und Tschechen zu sorgen. „Damit verkörperte er in seiner Person die zentra-len Anliegen und politischen Ziele der Seliger-Gemeinde seit ihrer Gründung“, so die Landtagspräsidentin.

Die Ausstellung ist bis zum 29. April, Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
geöffnet.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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