1000 Junglehrer stehen auf der Straße, obwohl die Grundschulen händeringend nach Lehrern suchen
1000 Junglehrer stehen auf der Straße, obwohl die Grundschulen händeringend nach Lehrern suchen
Vor wenigen Tagen haben sich 100 000 bayerische Bürgerinnen und Bürger mit einer Petition an den Landtag gewandt und eine Verbesserung der Personalsituation an den Grundschulen gefordert. Darunter waren auch viele Unterschriften aus dem Landkreis Weißenburg und Gunzenhausen. Doch die Staatsregierung zeigt sich unbeeindruckt und legte die Staatsnote für die Grundschulen auf 2,01 fest. Das bedeutet, dass etwa 1000 junge Grundschullehrerinnen und –lehrer nach dem Studium nicht eingestellt werden und auf der Straße stehen. „Das entspricht der Hälfte der Absolventen in diesem Jahr, so die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christa Naaß.
„Es ist mehr als absurd, dass an den bayerischen Schulen auf der einen Seite ein eklatanter Lehrermangel herrscht und auf der anderen Seite die Klassen viel zu groß für die individuelle Förderung sind. Und dass dann noch die ausgebildeten Pädagogen abgewiesen werden ist für die Grundschulen eine Katastrophe. Wenn die Grund-schulen gestärkt werden sollen, dann müssen alle Junglehrer die Ihre Ausbildung erfolgreich bestanden haben eingestellt werden!
Aus diesem Verhalten der bayerischen Staatsregierung schließt die Haundorfer Abgeordnete, dass die Regierungskoalition in Sachen Bildungspolitik weiterhin auf einem unverantwortlichen Sparkurs bleibt. „Der Kultusminister Spaenle sollte sich lieber um vernünftige und zeitgemäße Rahmenbedingungen an den Schulen kümmern, anstatt immer neue unsinnige Reformen anzukündigen. Und die FDP trägt diesen Un-sinn mit, obwohl sie damit Ihre eigenen schulpolitischen Versprechen bricht.“
„Das Problem an den bayerischen Grundschulen ist“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christa Naaß, „dass im internationalen Vergleich zu wenig pro Grund-schulkind investiert wird. In Bayern belaufen sich die Kosten für ein Grundschulkind auf 4400 Euro pro Jahr. Wenn berücksichtigt wird, dass die Grundschullehrer die längste Unterrichtpflichtzeit haben, die niedrigste Besoldung und die geringsten Aufstiegsmöglichkeiten, dann ist dass eben zu wenig für eine gute Ausbildung für unsere Kinder.“
Homepage Christa Naaß, Bezirkstag