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Häusliche Gewalt auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein Thema

Veröffentlicht am 25.05.2010 in Allgemein

Von links nach rechts: Stadträtin und Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Ansbach Elvira Frauenschläger, Reinhold Strobl, MdL, Brigitte Guggenberger, Christa Naaß, MdL, Vorsitzender des SPD Kreisverbands Ansbach Rainer Seeger.

Christa Naaß informierte sich mit Landtagskollegen und Kommunalpolitikern über das Frauenhaus in Ansbach, welches vom Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit finanziert wird

Noch immer handelt es sich um ein Tabuthema: physische und psychische Gewalt zwischen Ehe- und Lebenspartnern. Die Opfer häuslicher Gewalt sind meist weiblich – direkt oder indirekt sind auch Kinder betroffen. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen, häufiger als Verkehrsunfälle, Überfälle oder Vergewaltigungen zusammen. Rund 25 Prozent aller Frauen in Deutschland haben bereits Formen körperlicher oder sexueller Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt. Männergewalt gegen Frauen und Mädchen kostet die Solidargemeinschaft jährlich 14,8 Milliarden Euro, Kosten für Justiz, Polizei, ärztliche Behandlung und Arbeitsausfälle. Diese erschreckenden Zahlen waren Anlass für die die stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Christa Naaß gemeinsam mit ihrem Landtagskollegen Reinhold Strobl sowie Kommunalpolitikern sich über das Frauenhaus in Ansbach zu informieren.

Laut einer Anfrage der Haundorfer Abgeordneten an die Staatsregierung, ist die Zahl der Anzeigen im Bereich der häuslichen Gewalt in Mittelfranken innerhalb der vergangenen 5 Jahre von 2109 auf 2975, also über 800 Fälle gestiegen. Dazu kommt eine vermutlich sehr hohe Dunkelziffer. Generell wird aber nicht davon ausgegangen, dass es sich um einen Anstieg der Delikte handelt, sondern dass vielmehr die Anzeigebereitschaft von Seiten der Opfer gestiegen ist. „Ein Grund für diese Steigerung ist sicherlich in der hervorragenden Arbeit der Frauennotrufe und Frauenhäuser zu suchen. Gott sei Dank bieten heutzutage viele Organisationen den Opfern von häuslicher Gewalt schnelle und unbürokratische Hilfe an“, freut sich Christa Naaß.

Im Frauenhaus Ansbach fanden im vergangenen Jahr insgesamt 88 Frauen und 83 Kinder Zuflucht. Aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen waren es 5 Frauen. „Der Großteil unserer Frauen stammt sicherlich aus dem Bereich des westlichen Mittelfranken“, erläutert Brigitte Guggenberger vom Frauenhaus. „Aber wir betreuen immer wieder Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet. Gerade bei gewaltbereiten Männern ist eine möglichst wohnortferne Unterbringung der Frauen wichtig.“ Die Sozialpädagogin erläuterte die verschiedenen Ausformungen häuslicher Gewalt: „Körperliche Gewalt ist nur die offensichtlichste. Bedrohungen, Unterdrückungen oder verbale Erniedrigungen gehören aber genauso dazu.“ Nur eines ist nach ihrer Meinung fast allen Formen gemein: „Es geht immer um Macht und Kontrolle, die der Mann über seine Frau ausüben möchte“.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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