Christa Naaß vermisst Aussage Seehofers zum Sudetendeutschen Museum
Eine klare Aussage zum geplanten Sudetendeutschen Museum in München vermisste die vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Christa Naaß, anlässlich des 61. Sudetendeutschen Tages in Augsburg. „Einen breiten Raum nahmen bei der Hauptkundgebung am Pfingstsonntag Seehofers Erzählungen über seine Teilnahme an dem Champions-League-Finale in Madrid ein. Kein einziges Wort war ihm jedoch das Sudetendeutsche Museum wert", kritisiert SPD-Fraktionsvize Christa Naaß.
Seit dem 57. Sudetendeutschen Tag am 4. Juni 2006 steht das Versprechen des Bayerischen Ministerpräsidenten, ein Sudetendeutsches Museum in München anzupacken. Seit März 2008 liegt ein überzeugendes Konzept unter der zentralen Leitidee „Zusammenleben" vor, das von Prof. Dr. Martina Kraus im Auftrag des Stiftungsrates der Sudetendeutschen Stiftung erstellt wurde, bringt Christa Naaß in Erinnerung.
„Während in Aussig an der Elbe ein Ausstellungsprojekt über die „Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern" schon konkrete Formen im dortigen Städtischen Museum annimmt, geht es leider in Bayern nicht so zügig weiter. Weder sind im Haushalt des Freistaates Bayern entsprechende Mittel eingestellt noch gibt es klare Vorstellungen über die Umsetzung des Konzeptes. Ich hätte mir von dem Bayerischen Ministerpräsidenten anlässlich des Sudetendeutschen Tages klare Worte zu einem Sudetendeutschen Museum im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt gewünscht", so die vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD.