Christa Naaß, MdL mit Herbert Hecht, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Verbandes des Landwirtschaftlich-Technischen Dienstes in Bayern beim Überreichen von Petitionen an den Bayerischen LandtagLandtagsabgeordnete Christa Naaß informierte sich in einem Gespräch mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Verbandes des Landwirtschaftlich-Technischen Dienstes in Bayern Herbert Hecht aus Markt Erlbach über die derzeitige Situation der Landwirtschaftsverwaltung und –beratung in Bayern.
Die Landwirtschaftsverwaltung und –beratung hat in den letzten 10 Jahren vier Reformen über sich ergehen lassen müssen, berichtete Herr Hecht. Außerdem wurde ihr ein Stellenabbau von 25% vorgegeben trotz immer neuer Aufgabenstellungen.
Erschwerend kam die Zusammenführung von 47 Landwirtschaftsämtern mit 79 Dienstsitzen und 127 Forstämtern zu 47 Ämtern für Landwirtschaft und Forsten mit insgesamt 82 Dienststellen im Rahmen der von der CSU und der Staatsregierung
durchgeboxten Verwaltungsreform „Projekt 21“ dazu.
Betroffen war bisher der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit Schließung des Forstamtes Treuchtlingen und Abstufung des Forstamtes Gunzenhausen als Teil des neu geschaffenen Amtes für Landwirtschaft und Forsten in Weißenburg.
Vor der Tür steht noch laut CSU-Beschluss die Schließung des Landwirtschaftsamtes in Rothenburg und des Forst- und Landwirtschaftsamtes in Dinkelsbühl sowie des Landwirtschaftsamtes in Neustadt a.d.Aisch.
Für die Landwirte und das Klientel des ländlichen Raumes führte dies zu einer deutlichen Verschlechterung im Service. Eine weitere Reduzierung der augenblicklichen Zahl der Dienstsitze läuft nach Meinung der SPD-Abgeordneten dem angeblichen Ziel der Staatsregierung „den ländlichen Raum zu stärken“ entgegen.
Christa Naaß ist der Meinung, dass Westmittelfranken durch die Verwaltungsreform schon genug bluten musste und erinnerte an die Schließung der Amtsgerichtsnebenstellen in Dinkelsbühl und Rothenburg.