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Mehr Zeit für Pflege als für Dokumentation!

Veröffentlicht am 05.07.2012 in Allgemein

MdL Christa Naaß, MdL Christa Steiger, Monika Wopperer, OV-Vorsitzende Gunzenhausen, Bernhard Fürst und Gabriele Oster

Die Landtagsabgeordneten Christa Naaß und Christa Steiger besuchen den ambulanten Pflegedienst „Pflege Daheim“ in Meinheim

Alle Pflegeeinrichtungen, ob ambulant oder stationär, klagen über die immensen Dokumentationsanforderungen. Oft widersprechen die Anforderungen der Praxis den theoretischen Vorgaben, oft sind die bis ins Detail nötigen schriftlichen Niederlegungen der Pflegetätigkeiten aufwändiger als der Dienst am Patienten selbst. Das wissen die Haundorfer Landtagsabgeordnete Christa Naaß und ihre Landtagskollegin Christa Steiger, Sprecherin der SPD-Fraktion für Politik für Menschen mit Behinderungen und stv. Vorsitzende des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit aus vielen Besuchen und Gesprächen mit Pflegeeinrichtungen.

Auch Bernhard Fürst und Gabriele Oster, Inhaber des ambulanten Pflegedienstes „Pflege daheim“ in Meinheim, hatten dieses Problem als eines der ersten Punkte, über die sie beim Besuch der Landtagsabgeordneten in Meinheim sprechen wollten.
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„Wir beschäftigen derzeit 19 Mitarbeiterinnen in Teilzeit, alle ausgebildete Pflegekräfte“, erklärt Bernhard Fürst. „Die Dokumentation nimmt bisweilen jedoch bizarre Formen an. Mein Motto und auch meine Anweisungen an die Angestellten sind, so zu pflegen, wie man selbst gepflegt werden möchte. Da muss man sich auch einmal Zeit für den Einzelnen nehmen. Aber das geht kaum noch, wenn man wirtschaftlich arbeiten möchte.“

Beklagt wird außerdem, dass für die Altenpflegeausbildung Schulgeld bezahlt werden muss, für die Krankenpflegeausbildung jedoch nicht. „Das führt beim ständig zunehmenden Bedarf gerade an ambulanten Pflegekräften – das Eintrittsalter für Altenheime liegt derzeit im Durchschnitt bei 86 Jahren - zwangsläufig zu einem Pflegenotstand und ist darin begründet, dass für die beiden Ausbildungsrichtungen unterschiedliche Ministerien zuständig sind“, erläuterte die Landtagsabgeordnete Christa Steiger.

„Man blockiert sich gegenseitig und eine kurzfristige Lösung ist hier leider nicht in Sicht, obwohl wir schon seit Jahren dafür kämpfen.

Um auf die Probleme, die in Zukunft noch größer werden, rechtzeitig eingehen zu können, hat die SPD-Landtagsfraktion vorausschauend einen Rettungsschirm für Pflege beantragt. Dieser beinhaltet neben einer kostenfreien Pflegeausbildung, flächendeckende Pflegestützpunkte in Bayern, die Wiederaufnahme von staatlicher Förderung für die Modernisierung und Ersatzneubauten von Altenpflegeeinrichtungen, die integrierte pflegerische Versorgung durch Gesamtversorgungsverträge, die Einführung der solidarischen Pflege-Bürgerversicherung u.v.m., um dem drohenden Pflegenotstand rechtzeitig entgegen zu wirken.“ ergänzt Christa Naaß. „Leider wurden unsere Anträge vor einigen Wochen durchweg abgelehnt“, beklagt die Abgeordnete, versprach aber, dass die SPD weiter dran bleiben wird.
Allein im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gab es 2009 15 ambulante Pflegedienste mit 312 Mitarbeitern. Sie betreuen insgesamt 689 Patienten aller Pflegestufen. Die aktuellen Zahlen werden in den nächsten Tagen herauskommen, sicher ist zumindest die Zahl der Pflegebedürftigen aber deutlich höher.

Bernhard Fürst und Gabriele Oster zeigten sich erfreut über den Besuch der beiden Landtagsabgeordneten. „Es ist schön, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben und wir unsere Anliegen ganz direkt vorbringen konnten“, erklärte Bernhard Fürst zum Abschied.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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