Christa Naaß mit den mittelfränkischen Kandidatinnen und Kandidaten: von links nach rechts: Dr. Hannedore Nowotny, Staatsminister Günter Gloser, Helga Koch, MdB Marlene Rupprecht, Martina Stamm-Fibich, MdB Martin Burkert, Christa NaaßAuf ihrem außerordentlichen Bezirks-parteitag hat die SPD Mittelfranken am vergangenen Wochenende die Weichen für die Bundestagswahl 2009 gestellt. Im Mittelpunkt stand dabei die Reihung der Bewerberinnen und Bewerber aus den mittelfränki-schen Wahlkreisen. Diese Reihung ist Grundlage für die Platzierung der mittelfränkischen Kandidatinnen und Kandidaten auf der Landesliste der SPD Bayern. Die mittelfränkische Be-zirksvorsitzende Christa Naaß bekräf-tigte dabei den Anspruch, mit vier Personen auf den ersten 20 Plätzen der Landesliste vertreten zu sein. „Die Reihungskonferenz findet am 13. Dezember in Gunzenhausen statt“, gab die Bezirksvorsitzende bekannt.
Einigkeit bestand auf dem Parteitag, dass die Bundestagswahl entgegen den Aussagen in einigen Medien noch lange nicht entschieden sei. "Vor der Bundestagwahl 2005 hat auch jeder gesagt, die Wahl sei bereits gelaufen. Und am Ende ging sie dann viel knapper aus", rief Staatsminister Günter Gloser den Delegierten zu.
Wichtig sei, dass die SPD auf ihre Erfolge in 10 Jahren Bundesregierung verweise und ihre Schwerpunkte für soziale Gerechtigkeit herausstelle, so Gloser weiter: "Es ist die SPD, die jetzt in der Finanzkrise handelt. Und es ist die SPD, die versucht, die Inte-ressen der Menschen in den Mittelpunkt der Politik zu stellen."
In die gleiche Richtung argumentierte auch der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Dr. Thomas Beyer, der in seinem Grußwort vor allem auch auf die neue Landesregierung in Bayern einging. "Mit Wirtschaftsministern vom Schlage eines Michael Glos oder eines Martin Zeil kann man diese Krise nicht bewältigen. Die Menschen wollen Sicherheit auch in sozialen Fragen. Dafür muss die SPD stehen, und dafür werden wir in diesen Bundestagwahlkampf ziehen", so Beyer.
Auch die Bezirksvorsitzende und stv. Fraktionsvorsitzende Christa Naaß hatte die CSU/FDP-Koalition in Bayern scharf angegriffen: "Am Ende ist alles beim alten geblieben. Die CSU regiert mit ihren alten Fehlern weiter und verschafft sich mit Geschäftsordnungstricks Mehrheiten in den Landtagsausschüssen. Und die FDP- der größte Kontrast zu schwarz - unterstützt sie dabei kräftig“.
Christa Naaß: „Mit dem Koalitionsvertrag wird die bisherige Politik der Deregulierung, Privatisierung und Rückzug des Staates zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger leider fortgesetzt“.
Bei der Reihung – die entsprechend den in der SPD Bayern üblichen Gepflogenheiten getrennt nach Männern und Frauen erfolgte – entschied sich der Parteitag für die amtierenden Bundestagsabgeordneten Günter Gloser (Nürnberg-Nord) auf dem ersten und Martin Burkert (Nürnberg-Süd) auf dem zweiten männlichen Listenplatz. Als weiterer Bewerber ohne Wahlkreis bewirbt sich Dominique Nou (Nürnberg). Die weibliche Liste wird von der amtierenden Abgeordneten Marlene Rupprecht (Fürth) angeführt. Auf Platz 2 folgt Helga Koch (Ansbach), die sich eindeutig gegen zwei Gegenkandidaturen behauptete, auf Platz 3 Dr. Hannedore Nowotny (Roth/Nürnberger Land) und auf Platz 4 Martina Stamm-Fibich (Erlangen). Als Bewerberin ohne Wahlkreis tritt Elisabeth Gierlings (Altdorf) an.