Die niederbayerische SPD nutzte den Auftakt ihrer Bezirksvorstandssitzung im "Bernlochner" in Landshut, um die CSU-Politiker und Delegierten des Bezirksparteitags zum "Abschalten" aufzufordern. Mit ihrer Aktion wollte die niederbayerische SPD auf die Sorgen der Bevölkerung aufmerksam machen, die einer Laufzeitverlängerung sehr kritisch und ängstlich gegenüber stehen.
Gerade die Region Landshut ist von der Laufzeitverlängerung massiv betroffen, machte Bezirksvorsitzende MdL Johanna Werner-Muggendorfer deutlich. Hier steht nicht nur das alte Kernkraftwerk Isar 1, das vereinbarungsgemäß 2011 abgeschaltet werden soll, sondern auch das Zwischenlager haben die Menschen hier vor der Haustür.
Die Frage nach der jahrtausendelangen sicheren Lagerung des Atommülls sei ungeklärt und dennoch werde munter Müll weiter produziert. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region Landshut wurde von der Bundesregierung an die Kernkraftwerksbetreiber verkauft. Der niederbayerische Europaabgeordnete und Bezirksvorsitzende Manfred Weber wollte den Atommüll, den die Genossen dabei hatten auch nicht annehmen. Er antwortete der Landshuter Kreisvorsitzenden Ruth Müller, er habe das Gefühl, die Atompolitik sei bei der SPD besser aufgehoben - eine Bemerkung, die den niederbayerischen SPD-Bezirksvorstandsmitgliedern aus der Seele sprach. Zur Großdemonstration in München am Samstag, 9. Oktober setzen zahlreiche SPD-Kreisverbände Busse ein. Mitfahrgelegenheiten können erfragt werden bei der SPD-Bezirksgeschäftsstelle 09421/185173 oder bei der SPD Landshut unter 0871/25259.