MdL Christa Naaß, vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, mit Max MannheimerChrista Naaß, vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung der Ausstellung "Meine Bilder" im Sudetendeutschen Haus in München dabei zu sein. "Die farb- und ausdruckstarken Bilder vermitteln einen Eindruck in die Schaffenskraft und Lebensfreude von Max Mann-heimer, der unter dem Künstlernamen ben jakov malt", stellt die Haundorfer Abgeordnete fest.
Der Sozialdemokrat Max Mannheimer, Träger des Wenzel-Jaksch-Gedächtnis-Preises der Seliger-Gemeinde, wurde vor wenigen Monaten mit dem Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet. "Ich konnte nie hassen", so der Holocaustüberlebende, der von Nazi-Schergen zusammen mit seiner Familie in das Konzentrationslager Theresienstadt, von dort nach Auschwitz, dann in das KZ Dachau gebracht, 1945 nach Mühldorf verlegt und mit 34 Kilogramm dem Tod nah, am 30. April 1945 von amerikanischen Gruppen befreit wurde. Von acht Mitgliedern der jüdischen Familie starben sechs; nur er und ein inzwischen verstorbener Bruder überlebten den Holocaust. Max Mannheimer verließ Deutschland nach Kriegsende und wollte eigentlich nie mehr zurückkommen, verliebte sich jedoch in eine Deutsche - eine Tochter aus einer sozialdemokratischen Familie, die Juden versteckte. Und so kehrte er 1946 zurück und ist in seinem hohen Alter von 92 Jahren immer noch als Zeitzeuge unterwegs, berichtet unermüdlich vom Nazi-Grauen - wider das Vergessen.
Die Ausstellung kann noch bis 28. September im Sudetendeutschen Haus in München besucht werden.