Die Bezirkstagskandidaten Christa Naaß, MdL, und Carl-Heinz Zischler, sowie der Landtagskandidat Norbert Dumler im Therapiezentrum Schloss Cronheim.
Die Bezirkstagskandidaten Christa Naaß, MdL, und Carl-Heinz Zischler, sowie der Landtagskandidat Norbert Dumler im Therapiezentrum Schloss Cronheim.
Im Rahmen ihrer Besuche in sozialen Einrichtungen der Region besuchten die Landtagsabgeordnete und Bezirkstagskandidatin Christa Naaß und Bezirkstags-kandidat Carl-Heinz Zischler zusammen mit dem Landtagskandidaten Norbert Dumler das Therapiezentrum Schloss Cronheim.
„Derzeit bietet das Schloss Cronheim 60 Suchtkranken Platz, davon 20 im beschützenden Bereich“, erfuhren die SPD-Politiker. „23 zusätzliche Plätze stehen in ambulanten Wohngruppen oder als betreutes Wohnen zur Verfügung, wobei diese ausschließlich mit Nachrückern aus der eigenen stationären Pflege besetzt werden.
Dies verlangt der Einrichtung und allen dort Beschäftigten viel Engagement, Organisation und Einsatz ab.
„Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die massive Zunahme von Persönlichkeitsstörungen die Arbeit zusätzlich erschwert, weil die Menschen eben nicht „nur“ ein Suchtproblem haben, dann kann man sich vorstellen, dass solche Therapieeinrichtungen wie dieses in Cronheim in ihrer Arbeit von allen Seiten unterstützt werden müssen. Genau dafür möchte ich mich auch in meiner künftigen Tätigkeit im Bezirkstag einsetzen“, ergänzt Landtagsabgeordnete Christa Naaß.
„Das Geld reicht zwar nie“, erklärt Einrichtungsleiter Frank Genahl. „Unsere Mitarbeiter sind aber trotzdem bestens motiviert. Ohne dieses persönliche Engagement und den Einsatz eines jeden einzelnen ginge es nicht. Denn der Personalschlüssel ist eng. Und wir müssen zusehen, dass unsere Plätze immer komplett ausgelastet sind, damit die Finanzierung passt“,
„Hier in Cronheim fällt auf, wie wichtig es ist, dass die Einrichtungen den Menschen Heimat geben und sichern, die durch alle Raster gefallen sind.“, erklärt Carl-Heinz Zischler, der selbst bei der Diakonie Neuendettelsau tätig ist und den Pflegebereich daher aus eigener Erfahrung kennt.
„Die Bewohner haben zum großen Teil schon eine lange Suchtkarriere hinter sich, wandern von beschützend über stationär zu ambulant, bis der Kreislauf von vorne beginnt. Wenige schaffen den kompletten Absprung in ein eigenständiges Leben. Umso wichtiger ist es, dass sie sich dort zu Hause fühlen, wo sie über längere Zeit untergebracht sind“, ergänzt Herrn Genahl. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit lang-jährig suchtkranken Menschen Brücken zu bauen, um ihnen eigene Wege aus der Abhängigkeit und eine Rückkehr in die Gesellschaft zu ermöglichen“.
Informationen bekamen die Gäste auch über die Arbeits- und Ergotherapie, die für eine sinnvolle Tagesstrukturierung unbedingt erforderlich ist. Durch differenzierte Arbeitsfelder bietet sich ein breites Spektrum an Tätigkeiten an, die ganz unterschiedliche Herausforderungen an die Bewohner stellen.
Christa Naaß nutzte die Gelegenheit, um im „Schlosslädchen“ selbst hergestellte Kräuteröle und Kräuteressig, Himbeeressig und Holunderblütensirup einzukaufen.
Ein Rundgang durch das Museum "Microkosmos Cronheim, ein Dorf – drei Reli-gionen" und eine Besichtigung der Modellbausammlung rundete die Eindrücke der Politiker ab. Kompetent geführt wurden die SPD-Politiker durch Herrn Soeller.
Die ausgestellten Modelle werden im Auftrag in eigener Werkstatt hergestellt und zum Selbstkostenpreis verkauft.
„Der Modellbau ist für unsere Bewohner eine Möglichkeit, Wertschätzung zu er-fahren, aber auch Wertschätzung zu entwickeln für das, was ihnen hier gegeben wird. So haben auch sie die Möglichkeit, etwas zurückzugeben.“, so Frank Genahl.
Homepage Christa Naaß, Bezirkstag