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Wahlprogramm

Verdienter Lohn statt Altersarmut

Verdienter Lohn statt Altersarmut

 

SPD-Halbzeitbilanz in der Großen Koalition mit den MdBs Pronold und Rützel

 

Dingolfing-Landau.

Halbzeit in der Großen Koalition - die SPD hat schon viele ihrer Ziele erreicht. So tragen zum Beispiel Mindestlohn, Rente nach 45 Beitragsjahren oder Mietpreisbremse eine klare sozialdemokratische Handschrift. Denn nur mit vernünftigen und gerechten Arbeits- und Tarifverträgen schützen wir die Menschen vor Armut im Alter. Doch das ist lange nicht alles. Das machten der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold MdB und Bernd Rützel MdB aus Unterfranken am Samstag im Gasthof Postbräu in Dingolfing deutlich. Viele Genossinnen und Genossen aus Dingolfing-Landau, Landshut und Straubing waren gekommen, um mit den Bundespolitikern zu diskutieren.

 

Sehr deutlich wurde, dass gerade beim Thema Leiharbeit und Werkverträgen noch viel passieren muss. Ein Thema, dass Bernd Rützel, dem Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales viel beschäftigt und umtreibt. Konkrete Kritik übte er vor allem an Matthäus Strebl, dem Bundesvorsitzenden des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands. „Strebl ist in dieser Hinsicht weder christlich, noch sozial und schon gar nicht gewerkschaftsfreundlich“, so Bernd Rützel, „Leih- und Werkverträge dürfen nicht zur Unterschreitung der Tariflöhne und Arbeitsbedingungen missbraucht werden. Der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss spätestens nach neun Monaten gelten. Hier stehen leider die so genannten Christlich-Sozialen in Berlin massiv auf der Bremse.“

 

Die SPD hat in der Großen Koalition schon viel erreicht, jetzt muss noch nachgelegt werden, erklärten Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold MdB (li.) und Bernd Rützel MdB (re.) aus Gemünden in Unterfranken am Samstag in Dingolfing.Die SPD hat in der Großen Koalition schon viel erreicht, jetzt muss noch nachgelegt werden, erklärten Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold MdB (li.) und Bernd Rützel MdB (re.) aus Gemünden in Unterfranken am Samstag in Dingolfing.

 

Beim Thema Flüchtlinge muss endlich aus dem „Wir schaffen das“ der Kanzlerin ein „SO MACHEN WIR DAS!!“ werden. Der Parlamentarische Staatssekretär im Umwelt- und Bauministerium Florian Pronold MdB erklärte, Sigmar Gabriel hat Recht, wenn er sagt, dass „wir den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft mit einem zusätzlichen Solidaritätspaket absichern müssen. Und wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen für alle, mehr Kitaplätze für alle und mehr Geld für Bildung sowie für die Familien in Deutschland. Die Angriffe der Union gegen diese Vorschläge sind kleinkariert. CDU/CSU besorgen das Geschäft der Rechtspopulisten, wenn sie den Eindruck erwecken, es sei nur noch Geld für Flüchtlinge da. Während die SPD handelt, siehe die wichtigen Investitionen in die Zukunft wie mehr Bundespolizei- und Polizeibeamte, Lehrer und Wohnungen, kommt von Seehofer und Co. nur viel heiße Luft, aber wenig Konkretes. Aber nur so halten wir die Gesellschaft zusammen.

Schlagloch-Alarm im Landkreis Dingolfing-Landau: 62,1 km Staatsstraßen marode

Schlagloch-Alarm im Landkreis Dingolfing-Landau:

62,1 km Staatsstraßen marode

 

SPD-Landtagsabgeordnete Müller fordert mehr Investitionen in die Infrastruktur

 

Dingolfing-Landau.

62,1 Kilometer Staatsstraßen im Landkreis Dingolfing-Landau sind marode - das hat eine Anfrage der bayerischen SPD-Landtagsfraktion an die Staatsregierung ergeben, teilte SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller dem SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier das Ergebnis einer Anfrage der SPD-Fraktion an das Innenministerium mit. Das sind etwa 28 Prozent der insgesamt 221,6 Kilometer Staatsstraßen im Landkreis. Bei einem durchschnittlichen Kostenaufwand für die Sanierung von einem Kilometer Staatsstraße von etwa 150.000 Euro wären dies ungefähr 9,3 Millionen Euro – eingeplant sind aber nur 2,2 Millionen. Kosten von über 7 Millionen Euro werden so den künftigen Generationen aufgebürdet.

 

Die SPD-Abgeordnete Ruth Müller spricht hier von versteckter Staatsverschuldung und appelliert an die Staatsregierung, die Investitionen in die Instandhaltung zu erhöhen: "Es kann nicht sein, dass hier auf Kosten der Sicherheit der Autofahrer gespart und die Staatsverschuldung weiter verschleppt wird!“

 

SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller (li.) informierte den Kreisrat und SPD-Kreisvorsitzenden von Dingolfing-Landau Dr. Bernd Vilsmeier (re.) über das Ergebnis der Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zum Zustand der Staatsstraßen im Landkreis.SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller (li.) informierte den Kreisrat und SPD-Kreisvorsitzenden von Dingolfing-Landau Dr. Bernd Vilsmeier (re.) über das Ergebnis der Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zum Zustand der Staatsstraßen im Landkreis.

 

Bayernweit sieht es noch deutlich schlechter aus: 4.894 Kilometer Staatsstraßen sind marode. Das entspricht 36 Prozent des gesamten Staatsstraßennetzes im Freistaat, so Müller weiter. Dies entspricht einem Nachholbedarf von 734 Millionen Euro – vorgesehen sind aber nur 250 Millionen. Brücken und andere Ingenieurbauwerke sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Besonders holprig ist es dabei in Niederbayern. Hier sind 893 von 2.038 Kilometern schadhaft, das entspricht etwa 43,8 Prozent des Gesamtnetzes. Der Nachholbedarf für die Erhaltung der Fahrbahnen beträgt hier 134 Millionen Euro – vorgesehen sind aber nur 19,3 Millionen.

Die Weimarer Republik in Plakaten und Karikaturen

Einen weiteren interessanten Einblick in die Weimarer Republik bekamen Christa Naaß und die zahlreiche Gäste, unter ihnen der Weißenburger SPD-Stadtrat und Kreisrat Uwe Döbler bei der Finissage der Ausstellung "Die Reichskanzler der Weimarer Republik - Zwölf Lebensläufe in Bildern".

Dr. Bernd Braun von der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte aus Heidelberg zeigte an Hand von Plakaten und Karikaturen die wechselhafte Geschichte des Deutschen Reiches während der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland zwischen der Eröffnung der Nationalversammlung in Weimar am 06.02.1919 und der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 durch Reichspräsident von Hindenburg auf.

Interessant war besonders der Vergleich der Gestaltung der Plakate mit Wahlplakaten mit denen der heutigen Zeit und die Darstellung gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen und Zustände in den 20iger und 30iger Jahren in Form von Karikaturen.

Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Haundorf – Rita Balzer wieder Vorsitzende -

Bei den Vorstandswahlen des SPD-Ortsvereins Haundorf wurde

Vorsitzende Rita Balzer im Amt bestätigt, unterstützt wird sie von Erika

Schäfer als Stellvertreterin.

Als Beisitzer wurden gewählt: Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß und

Hubertus Fritzsching, die Kasse führt weiterhin Manfred Naaß, als Revisoren

fungieren Elisabeth Gruber und Horst Böhm. Das Amt des Schriftführers übernimmt Georg Schuh.

Bei der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL)

Mit 88 Prozent der gültigen Stimmen wurde der langjährige Europaabgeordnete Bernd Posselt als Sprecher und damit obersten Repräsentanten der seit der Vertreibung über die ganze Welt verstreuten Sudetendeutschen Volksgruppe wiedergewählt.

Christa Naaß, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates, gratulierte dem wiedergewählten Vositzenden und freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit im Sudetendeutschen Rat, in den weitere 10 Vertreter der SL gewählt wurden.

Der Bundeswahlkreis muss vergrößert werden

Der Bundeswahlkreis muss vergrößert werden

 

SPD-Kreisverbände trafen sich in Eggenfelden

 

Dingolfing-Landau.

Zu einer gemeinsamen Sitzung zur aktuellen Politik im Bund und Land trafen sich die SPD-Kreisverbände Dingolfing-Landau und Rottal-Inn am gestrigen Samstag Nachmittag in der Sportgaststätte in Eggenfelden. Zusammen mit dem einzigen Mitglied der aktuellen Bundesregierung aus Niederbayern, dem Parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold MdB, und den beiden SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Jürgen Rampmaier (Rottal-Inn) und Dr. Bernd Vilsmeier (Dingolfing-Landau) diskutierten die Vorstandsmitglieder aus beiden Landkreisen die aktuelle Themen.

Nach gut zwei Jahren SPD in der Bundesregierung prägt die SPD und ihre Minister die Politik der Bundesrepublik Deutschland entscheidend, so SPD-Bundestagsabgeordneter Florian Pronold. Das machen die inzwischen umgesetzten Regelungen zum Mindestlohn ab 1.1. 2015, für eine bessere Tarifbindung bei den Löhnen, die Verbesserungen bei der Rente, wie die Rente mit 63, die Mütterrente und bei der Erwerbsunfähigkeitsrente, das Fortschreiben der Energiewende, für eine den aktuellen Anforderungen angepasste Familienpolitik, für mehr Gleichberechtigung von Mann und Frau mit einer Frauenquote in den Aufsichtsräten großer Konzerne, bei der Mietpreisbremse, der Pflege, beim Doppelpass, mehr finanzielle Unterstützung für die Städte und Gemeinden, mehr sozialer Wohnungsbau, mehr BAföG für Studenten, seriöse Staatsfinanzen und eine boomende Wirtschaft u.v.m. Das macht mehr als deutlich, dass es gut ist für Deutschland, dass die SPD regiert.

 

Die SPD-Kreisverbände Dingolfing-Landau und Rottal-Inn trafen sich in der Sportgaststätte in Eggenfelden und diskutierten die aktuelle Politik: Darunter Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold MdB (mi.) und SPD-Kreisvorsitzender Dr. Bernd Vilsmeier (8.v.li.).Die SPD-Kreisverbände Dingolfing-Landau und Rottal-Inn trafen sich in der Sportgaststätte in Eggenfelden und diskutierten die aktuelle Politik: Darunter Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold MdB (mi.) und SPD-Kreisvorsitzender Dr. Bernd Vilsmeier (8.v.li.).

 

Dem steht das schwache Bild der absoluten Mehrheit der CSU in Bayern gegenüber, die bis dato alles Mögliche macht, bloß nicht regieren. Beispiele hierfür sind die Schulpolitik, die Asylpolitik, die Landesentwicklung und die Wirtschafts- und Energiepolitik. Hier wird kopf- und planlos agiert, viel großartig angekündigt und dann doch wieder still und leise eingezogen und Schuld sind die anderen, so Dr. Vilsmeier, und bezahlen sollen diese Wünsche auch die anderen. So stelle ich mir die verantwortungsvolle Politik einer bayerischen Staatsregierung nicht vor, so Vilsmeier. Das "größte" Projekt soll ja die Verlagerung von Landesbehörden in die ländlichen Räume von Minister Söder sein - Resultat: ungefähr 1 ganzes (!) Prozent des Landespersonal soll dabei betroffen sein.

Das Thema der letzten Monate sind und bleiben die Flüchtlinge. Aber warum kommen so viele Menschen aus dem Nahen Osten, Afrika und anderen unruhigen Regionen Schutz und Sicherheit bei uns in Europa. Sie fliehen vor derselben Gewalt und demselben Terror, den wir nun auch immer stärker zu spüren bekommen. Sie fliehen vor dem Mangel an Menschlichkeit. Sie fliehen, weil in ihrer Heimat keine Lebensperspektive in Würde und Sicherheit mehr möglich ist. Das vergessen wir auch jetzt nicht. Die Solidarität mit den Flüchtlingen stellen wir nicht in Frage, so Vilsmeier weiter, Besonnenheit und Beharrlichkeit muss jetzt unser Handeln leiten.

Ausführlich wurden die startenden Vorbereitungen für die Bundestagswahl 2017 diskutiert. Der Bundeswahlkreis 230 Rottal-Inn, der bisher die beiden Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn umfasste, muss erweitert werden, weil die Bevölkerungszahlen nicht mehr die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts erfüllt, wonach jede Stimme annähernd gleich viel wert sein muss. Demnach müssen Wahlkreise, die die durchschnittliche Anzahl an Wahlberechtigten um mehr als 25 Prozent über- oder unterschreiten angepasst werden. Da der Wahlkreis Landshut zu groß geworden ist, sollen daher die Verwaltungsgemeinschaft Gerzen, mit den Gemeinden Aham, Gerzen, Kröning und Schalkham, und die Gemeinde Bodenkirchen unserem Wahlkreis zugeschlagen werden. Das stellt natürlich neue organisatorische Anforderungen an die SPD-Gliederungen, um einen erfolgreichen Wahlkampf führen zu können.

Politischer Aschermittwoch der BayernSPD in Vilshofen abgesagt

Politischer Aschermittwoch der SPD in Vilshofen abgesagt

Kein Schlagabtausch wegen des Zugunglücks in Bad Aibling

 

Aus Respekt vor den Opfern des Zugunglücks von Bad Aibling und nach Rücksprache mit den anderen Parteien hat sich die Bayern-SPD mit ihrem Vorsitzenden Florian Pronold MdB entschieden, die Veranstaltung in Vilshofen abzusagen. Der Politische Aschermittwoch lebt von der Auseinandersetzung und dem Schlagabtausch der Parteien. Dafür ist heute und morgen kein Raum. Wir empfehlen unseren Parteigliederungen, diesem Beispiel zu folgen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten. Unser Dank gilt den Rettungskräften.

Ludwig Hertlein wurde 80

Bürgermeister Fritz Hörner, Harald Dösel, Ludwig Hertlein und Christa Naaß

Ludwig Hertlein, oft als der "rote Häuptling" von Markt Berolzheim bezeichnet, wurde vor wenigen Tagen 80 Jahre alt. SPD-Kreisvorsitzender Harald Dösel sowie die langjährige Abgeordnete und derzeitige Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten Christa Naaß ließen es sich nicht nehmen, persönlich dem langjährigen politischen Wegbegleiter zu gratulieren. „Seit 43 Jahren ist Ludwig Hertlein SPD-Mitglied; 26 Jahre lang führte er den SPD-Ortsverein Markt Berolzheim“, brachten sie in Erinnerung und verwiesen auf die gute jahrzehntelange Zusammenarbeit mit ihm auch auf Kreisverbandsebene.

Auch Bürgermeister Fritz Hörner war unter den zahlreichen Gratulanten und dankte dem Jubilar, der von Beruf Beamter bei der Deutschen Bundesbahn war, für die langjährige engagierte Mitarbeit im Marktgemeinderat.

 

Weihnachtswünsche und Gedanken zum Jahreswechsel 2015/2016

„Alle feiern wir so gern das Erscheinen unsres Herrn.

Würde es uns wirklich passen, dann bei uns ihn einzulassen?“

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Zeilen stammen von Frau Mayr-Gruber aus Gunzenhausen, die ich erst vor wenigen Wochen mit dem Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet habe, eine Frau, die sich seit Jahrzehnten in der Asyl- und Flüchtlingshilfe engagiert.

 

Viele Menschen werden sicherlich am Heiligen Abend die Weihnachtsgeschichte hören. Eine über 2000 Jahre alte Geschichte von Flucht und von der Suche nach einer Bleibe, nach Asyl. Und damit eine gerade im zu Ende gehenden Jahr 2015 hoch aktuelle Geschichte.

Denn viele Tausende von Menschen sind seit Monaten unterwegs, auf der Flucht, suchen bei uns Hilfe, Unterkunft, ein Leben ohne Krieg, ohne Terror, Verfolgung oder Diskriminierung.

Ich bin dankbar, dass es viele Menschen auch in unserer Region gibt, die haupt- und ehrenamtlich Hilfe leisten und die Unterkunft zur Verfügung stellen – so wie Papst Franziskus alle Gläubigen in Europa aufgerufen hat, Flüchtlingen Schutz vor Krieg und Hunger zu gewähren.

Auch der Bezirk Mittelfranken stellt Räumlichkeiten in Ansbach und Nürnberg für die Unterbringung von Asylbewerbern und unbegleiteten jungen und minderjährigen Flüchtlingen zur Verfügung.

Und ich bin dankbar für das entschlossene zivilgesellschaftliche Auftreten Vieler gegen Hetzer, hasserfüllte Populisten, kriminelle Brandstifter und Rechtsextremisten.

Betroffen macht es mich jedoch, dass durch die Flüchtlingssituation erkennbar wird, dass wir leider wieder ein Europa der nationalen Egoismen haben. Ich hatte gehofft, dass wir dieses Europa überwunden hätten.

Erinnern Sie sich an das Jahr 1990? Die Grenzen sind gefallen, die Wiedervereinigung war möglich, der Kalte Krieg beendet. Haben das all diejenigen vergessen, die jetzt wieder Zäune aufziehen, Mauern bauen, Außengrenzen dicht machen wollen? Die Deutsche Einheit ging mit dem Versprechen einher, zu einem Zustand des Friedens in Europa beizutragen und nicht in schwierigen Situationen wieder zurückzufallen in die Denk- und Handlungsmuster des Kalten Krieges.

Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsrecht, um legale Wege nach Europa zu öffnen und so das verbrecherische Geschäftsmodell der Schlepper zu zerstören, wir brauchen eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge und wir müssen stärker als bisher die Fluchtursachen bekämpfen.

Die Gründe, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen müssen, sind vielfältig. Neben Krieg und Terror spielt immer mehr die Verschlechterung der Umweltbedingungen eine Rolle. Bereits heute sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung in vielen Regionen der Welt zu spüren, werden Kriege um Wasser, Nahrung und fruchtbare Böden geführt. Die fossilen Energien tragen mit dazu bei, die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen zu gefährden. Klimaschutz ist eine globale Gerechtigkeitsfrage, erhält Lebensgrundlagen und bekämpft Fluchtursachen.

Ich bin froh, dass mit dem UN-Klimaschutzabkommen in Paris ein klares Signal gesetzt wurde. Deutschland und auch Bayern sind gefordert, den Umstieg auf Erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz zu beschleunigen und nicht durch unsinnige Reglungen, wie z.B. die 10H-Reglung in Bayern den weiteren Ausbau der Windkraft zu verhindern.

Das vor 10 Jahren gegründete Netzwerk Erneuerbare Energien Westmittelfranken ist ein positives Beispiel dafür, wie der Dreiklang zwischen Politik, Wissenschaft und der Praxis dazu geführt hat, dass Westmittelfranken eine Vorreiterrolle im Bereich der Erneuerbaren Energien und bei der Energieeinsparung eingenommen hat.

Das zu Ende gehende Jahr 2015 war auch geprägt durch Gedenkveranstaltungen, die an das Kriegsende vor 70 Jahren und die Befreiung der Konzentrationslager erinnerten.

Ein Jahr des Erinnerns – auch daran, wohin Ausgrenzung, Hetze, Hass, Intoleranz, das Schüren von Ressentiments geführt hatten – zu einem Krieg mit Millionen von Toten und Flüchtlingen und einer über 40jährigen Spaltung Europas. Deshalb ist es wichtig, der Opfer, des Leids zu gedenken, aber auch klar Haltung gegen jeden Ansatz von Ausgrenzung zu beziehen und Widerstand gegen rechtsradikale Tendenzen zu leisten.

Als Beauftragte des Bezirks Mittelfranken für die Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Pommern war es mir bei meinem Besuch anlässlich eines Symposiums zum Thema „Inklusion“ in Danzig deshalb auch wichtig, das KZ Stutthof zu besuchen, um den über 65.000 Menschen zu gedenken, die dort ermordet wurden. 

Die Partnerschaftsarbeit des Bezirks Mittelfranken sehe ich als wichtige  Friedens- und Aussöhnungsarbeit an. Denn durch das gegenseitige Kennenlernen, Begegnen, von einander zu wissen, werden Brücken gebaut, Barrieren abgebaut, Gemeinsamkeiten gesucht und damit Trennendes überwunden. Im Jahr 2016 wird die triregionale Partnerschaft Limousin – Mittelfranken – Pommern, die 4,5 Millionen Menschen vereint, ihr 15jähriges Bestehen feiern.

Vor wenigen Tagen hat der mittelfränkische Bezirkstag den Haushalt  für das Jahr 2016 beschlossen. Wichtige Investitionen werden getätigt, wie z.B. die Errichtung eines Fachzentrums für Energie und Landtechnik an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf oder die Generalsanierung des Zentrums für Hörgeschädigte.

Es ist uns  gemeinsam gelungen, einerseits die Bezirksumlage um 1,3 Punkte zu senken und andererseits z.B. dem  Ausbau der ambulanten und teilstationären Angebote für Menschen mit seelischer Behinderung Rechnung zu tragen und mehr Mittel für die Förderung ambulanter Netzwerke und Zuverdienstarbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

Ich freue mich, dass der SPD-Antrag zur Schaffung eines Inklusionspreises eine breite Mehrheit bekam und der ebenfalls von meiner Fraktion beantragte hauptamtliche Inklusionsbeauftragte mittlerweile seine Arbeit aufgenommen hat.

Denn die Bezirke haben eine besondere Verantwortung, das Recht von Menschen mit Behinderungen auf gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen zu stärken. Danken möchte ich all denen, die gemeinsam mit uns an diesem Ziel arbeiten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“. Ich möchte Sie mit den Worten von Franz Kafka ermutigen, auch im Jahr 2016 offen, optimistisch und kreativ auf die vor uns liegenden Herausforderungen und Aufgabenstellungen zuzugehen. Dann findet sich auch ein Weg. Dazu wünsche ich Ihnen Kraft, Gesundheit, Mut und Hoffnung!

Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen und Ihren Familien erfüllte und friedvolle Stunden!

Ihre

Christa Naaß, MdL a.D.

Bezirksrätin und Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten

Wiedersehen im Heim Gottesweg in Rothenburg

Die letzte offizielle Weihnachtsfeier von Christa Naaß und ihrem ehrenamtlichen Team fand Weihnachten 2013 statt. 44 mal gestaltete Christa Naaß, nachdem sie im Jahr 1970 einige Wochen Ferienarbeit durch Vermittelung des damaligen Jugenddiakons Edmund Niederlöhner in dem Rothenburger Behindertenheim ableistete, dort eine vorweihnachtliche Feier.

„Aber die Frauen und Männer, die im Heim Gottesweg, einer Einrichtung der Diakonie Neuendettelsau leben, sind nicht vergessen. Nach so vielen Jahren darf der Kontakt nicht abreißen“, findet Christa Naaß.

Renate Hermann und die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten überraschten deshalb die Bewohnerinnen und Bewohner am vergangenen Freitag mit liebevoll hergerichteten kleinen Geschenken, ließen sich Aktuelles aus dem vergangenen Jahr berichten und versprachen, auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder zu kommen - vielleicht sogar mit dem Nikolaus.

Webseite der BayernSPD BayernSPD-Landtagsfraktion