Allgemein
"Manchmal steht auf Speisekarten in Restaurants das Wort ‚selection‘. Wenn ich das lese, zucke ich immer zusammen. Denn ich muss an ‚Selektion‘ im Lager denken. Oder wenn ich das deutsche Wort ‚Halt‘ höre, spüre ich häufig physische Angst. ‚Halt‘ bedeutete in Auschwitz oft, dass Leute angehalten und erschossen wurden." - Tova Friedman
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Tova Friedman hat als Kind Auschwitz-Birkenau überlebt und uns davon im Bundestag bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus berichtet. Ihre Erzählung schmerzt, sie macht zutiefst betroffen und sie hält das so wichtige Erinnern an unsere Geschichte, an die unfassbaren Gräueltaten des Holocaust lebendig. Dieser Schmerz ist wichtig. Er ist essentiell, damit wir unsere Verantwortung nicht vergessen, dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt.
Nicht nur bei uns in Deutschland ist das wichtig, sondern auch der Blick in andere Länder zeigt, wie wichtig das Erinnern, das Engagement und unser Einsatz gegen Antisemitismus und rechtes Gedankengut sind: Mit Worten hat es damals begonnen, mit Ausgrenzung, mit Wegschauen. Bis heute und heute wieder sehen wir weltweit Parallelen dazu. Sehr besorgt beobachte ich zum Beispiel, was derzeit in den USA geschieht, die Parallelen zu den Anfängen des Dritten Reiches sind sichtbar, sie sind laut und nicht von der Hand zu weisen.
#WeRemember
Die Kampagne #WeRemember des World Jewish Congress setzt sich dafür ein, dass Erinnerung lebendig bleibt und kämpft gegen das Vergessen.
Foto: DBT/ Stella von Saldern
SPD gedachte dem Ende des 2. Weltkrieges an der KZ-Gedenkstätte Ganacker-Erlau
Im Jahr 2025 gedenken wir ganz besonders des Endes des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren, so SPD-Kreisvorsitzender Dr. Bernd Vilsmeier und SPD-Ortsvorsitzender Georg Wintersperger bei der alljährliche gemeinsamen Gedenkfeier an der KZ-Gedenkstätte des Außenlagers Ganacker-Erlau bei Wallersdorf. Zudem erinnerten sie an den Untergangs des Freistaates Bayern am 29. April 1933 mit der Zustimmung aller Parteien zum Ermächtigungsgesetz in Bayern, nur noch die 16 Sozialdemokraten im Landtag angeführt von Albert Roßhaupter, einen gebürtigen Niederbayern, fanden damals noch den Mut sich den Nazis entgegenzustellen
Zur Feier fanden sich wieder viele Bürgerinnen und Bürger ein, darunter der Alt-Landrat Heinrich Trapp, der ehemalige Stadt- und Kreisrat Nik Söltl, dazu Markträte und Vertreter aus den SPD-Ortsvereinen in Dingolfing-Landau. Ein besonderer Gruß galt den Vertretern der DGB-Gewerkschaften mit dem DGB-Regionsvorsitzender Niederbayern Andreas Schmal, dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Landshut, Jan Engelhardt aus der Grundsatzabteilung der IG Metall Frankfurt und Thomas Zitzelsberger IG Metall-Vertrauensleute BMW Dingolfing.
80 Jahre Auflösung des KZ-Außenlagers Ganacker-Erlau
am Donnerstag, den 30. April 2025 um 18:00 Uhr
bei der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Ganacker-Erlau.
Zum Gedenken an 80 Jahre des Endes des 2. Weltkrieges in Deutschland und Europa am 08. Mai 1945 und den damit verbundenen "Tag der Befreiung" Bayerns und Deutschlands vom Nazi-Terror findet die alljährliche Gedenkfeier des SPD-Kreisverbandes Dingolfing-Landau und des SPD-Ortsvereins Wallersdorf in diesem Jahr wieder am 30. April bei der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Erlau bei der Sebastiani-Kirche in Wallersdorf statt.
Germafia – Wie die Mafia Deutschland übernimmt
Am vergangen Freitag lockte die Lesung und Diskussion mit dem renommierten Mafia-Experten und Spiegel-Bestsellerautor Sandro Mattioli zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Oberwirt nach Gern. Unter dem Titel „Germafia – Wie die Mafia Deutschland übernimmt“ hatten die SPD-Kreisverbände Rottal-Inn und Dingolfing-Landau dazu eingeladen. Mit diesem Format bot die Veranstaltung spannende Einblicke in die geheime Welt der Organisierten Kriminalität, besonders in Deutschland.
Im Rahmen des Vertriebenenempfangs der SPD-Landtagsfraktion, der im Plenarsaal des Bayerischen Landtags stattfand, wurde auch der Wenzel-Jaksch-Gedächtnis-Preis der Seliger-Gemeinde, der Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten, verliehen.
Der nach dem sudetendeutschen Sozialdemokraten und späteren SPD-Bundestagsabgeordneten benannte Preis ging in diesem Jahr an den ehemaligen tschechischen Premierminister und ehemaligen EU-Kommissar Vladimír Špidla.
SPD-Delegiertenwahlen in der Verwaltungsgemeinschaft Aham-Gerzen-Kröning-Schalkham
"Monika Aschenbrenner aus Dietrichstetten vertritt die SPD in der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen bei der Bundeswahlkreiskonferenz für die Bundestagswahl 2025 im Bundeswahlkreis 229 Rottal-Inn", das war das Ergebnis der Delegiertenwahlen der SPD-Mitglieder in der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen, die seit den letzten Bundestagswahlen zum Bundeswahlkreis 229 Rottal-Inn gehört. Der SPD-Unterbezirk Rottal-Inn/Dingolfing-Landau hat die Genossinnen und Genossen aus den Gemeinden Aham, Gerzen, Kröning und Schalkham am vergangenen Mittwoch in das Gasthaus Lerchenhof nach Aham eingeladen, um die SPD-Delegierten für die SPD-Bundeswahlkreiskonferenz Ende September in Eggenfelden-Gern zu wählen. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD in Rottal-Inn/Dingolfing-Landau und SPD-Kreisvorsitzender in Dingolfing-Landau Dr. Bernd Vilsmeier aus Steinberg/Warth freute sich die SPD-Mitglieder aus dem Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen wieder zu treffen. Monika Aschenbrenner als SPD-Delegierter steht Manfred Brandl aus Aham als Ersatzdelegierter zur Seite.
SPD erinnert an Widerstand gegen die Nazis in Bayern
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt", so beginnt in Artikel 1 des vor 75 Jahren beschlossenen Grundgesetzes für die damals neu entstandene Bundesrepublik Deutschland. Dies war die Gründungsurkunde des zweiten demokratischen Staates auf deutschen Boden, so SPD-Kreisvorsitzender Dr. Bernd Vilsmeier bei der alljährlichen Gedenkfeier des SPD-Ortsvereins Wallersdorf zusammen mit dem SPD-Kreisverband Dingolfing-Landau bei der KZ-Gedenkstätte in Wallersdorf.
"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!", mit diesen Worten begründete der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende Otto Wels die Ablehnung des von den Nazis eingereichten Ermächtigungsgesetzes am 23. März 1933 vor 91 Jahren im Berliner Reichstag, mit dem das demokratische Deutschland abgeschafft worden ist. Dasselbe Schicksal ereilte den Freistaat Bayern, der 1918 ausgerufen worden ist. Am 29. April 1933 mussten die Abgeordneten über das „Gesetz zur Behebung der Not des bayerischen Volkes und Staates“ – wie es zynisch genannt wurde – zu befinden. Dem Landtag gehörten damals 48 Abgeordnete der NSDAP an, 30 der BVP, 18 der SPD, 5 der DNVP und 3 dem Bauern- und Mittelstandsbund. Kommunistische Abgeordnete waren nicht mehr dabei, sondern bereits der Verfolgung ausgesetzt, verhaftet oder auf der Flucht. Lediglich die 16 anwesenden SPD-Abgeordneten brachten die Tapferkeit und die Standfestigkeit auf, um gegen dieses Ermächtigungsgesetz zu stimmen. Der Vorsitzende der Fraktion, Albert Roßhaupter, übernahm die Aufgabe, die Ablehnung in einer mutigen Rede zu begründen.
Einladung zur Gedenkfeier
Die Würde des Menschen ist unantastbar
75 Jahre Grundgesetz für Deutschland
am Dienstag, den 30. April 2024, ab 18:00 Uhr
bei der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Ganacker-Erlau.
(unweit AB-Ausfahrt Wallersdorf-West)
Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in der Sitzung des Parlamentarischen Rates feierlich verkündet. Es war dies die Geburtsstunde der neuen demokratischen Bundesrepublik Deutschland. Nach 16 Jahren Diktatur, Intoleranz, Krieg und millionenfacher Vernichtung von Menschenleben war dies der Start in einen neuen demokratischen deutschen Staat, der als Sozial- und Rechtsstaat uns alle in eine damals nicht vorstellbare Zukunft in Frieden, Freiheit und Wohlstand führen sollte.
Dies war am 23. April 1933 nicht vorherzusehen, als damals im Bayerischen Landtag nur 16 anwesende SPD-Abgeordnete, unter der Führung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Albert Roßhaupter, die Tapferkeit und die Standfestigkeit aufbrachten, gegen die vollständige Machtergreifung der Nazis auch in Bayern zu stimmen - gegen das Bayerische Ermächtigungsgesetz.
Deshalb fügen die Sozialdemokraten neben all den aktuellen Themen der Tagespolitik immer auch eine geschichtliche Dimension hinzu: Nämlich, dass die Sozialdemokratie die älteste und traditionsreichste Partei Bayerns ist, die mehr für Bayern getan hat als jede andere Partei.
Denn an jenem Tag ging es um die vollständige Machtergreifung Hitlers und der Nazis, der nur noch eine pseudodemokratische Scheinlegitimation gegeben werden sollte. Es ging um den endgültigen Durchbruch von Diktatur und Totalitarismus und das Ende des Freistaates Bayern.
Diesem Mut der 16 SPD-Abgeordneten im Bayerischen Landtag, trotz drohender Verfolgung und Terror, wollen wir am 30.04.2024, um 18:00 Uhr, an der KZ-Gedenkstätte in der Erlau an der Sebsatianikirche bei Wallersdorf erinnern!
Und wir wollen den Opfern von Krieg, Terror und Intoleranz gedenken und den vielen Menschen dafür danken, die unter Einsatz ihres Lebens immer noch für Frieden, Freiheit und Demokratie, überall auf der Welt, kämpfen müssen!
SPD-Kreisverband Dingolfing-Landau ruft zur Teilnahme auf
Wie schon in vielen anderen Städten in Niederbayern, Bayern und Deutschland findet am Samstag, den 10.02.24 ab 14 Uhr auf der Kirtawiese in Dingolfing eine Kundgebung für "Demokratie, Vielfalt und Respekt", veranstaltet von der Bürgerinitiative Dingolfing für Demokratie, Vielfalt und Respekt, statt.
Neben vielen anderen Gruppierungen schließt sich auch der SPD-Kreisverband diesem Aufruf an und unterstützt diese Kundgebung und ruft seine Mitglieder zur Teilnahme auf.
Rückfragen an den SPD-Kreisvorsitzenden Bernd Vilsmeier: info@bernd-vilsmeier.de.